Eine ausgedehnte Vorbereitung und ein aufschlussreicher Test gegen Ungarn geben Head Coach Aramis Naglic ein gutes Gefühl für einen erfolgreichen Start. Mit der Rückkehr von Bogic Vujosevic, Österreichs Top-Scorer in der abgelaufenen WM-Qualifikation, soll die bereits zehn Spiele andauernde Winning-Streak gegen die Nummer 69 der Weltrangliste ausgebaut – und ein erfolgreicher Einstand in die zweite Phase der Vor-Qualifikation für die FIBA EuroBasket 2029 geschafft werden.
Vergangenen Mittwoch hat Head Coach Aramis Naglic seine Mannschaft in Wien zusammengezogen. Die ausgedehnte Vorbereitung auf den Auftakt in Limassol beinhaltete auch einen aufschlussreichen Test in Ungarn, bei dem Österreich zwei Guards vorgab und am Ende 72:107 unterlag. Seit Sonntag trainierte das Team wieder vollständig in Wien, Dienstagabend hob es nach rund zweistündiger Flugverspätung nach Zypern ab.
„Wir hatten richtig viel Spaß zusammen. Jeder einzelne Spieler ist seit der ersten Sekunde des Camps mit Freude, Energie und einhundertprozentigem Einsatz dabei. Dieser Spirit wird uns die nötige Power für einen erfolgreichen Auftakt liefern“, ist Teamchef Naglic mit der ersten Trainingswoche vollauf zufrieden.

Leader Vujosevic wieder mit dabei
Beim Auftakt-Doppel – am Donnerstag auswärts auf Zypern und am Sonntag daheim gegen Nordmazedonien (16.05 Uhr Sport Arena Wien) – darf Rot-Weiß-Rot wieder auf Bogic Vujosevic zählen. „Ich bin sehr froh, dass Bogi (Bogic Vujosevic; Anm.) wieder zur Verfügung steht. Seine Qualität, seine Erfahrung und seine Führungsstärke sind für unser junges Team sehr wichtig. Er ist unser absoluter Leader“, kennt Naglic die Fähigkeiten seines Spielmachers ganz genau. Mit Erol Ersek kehrt ein weiterer Stammspieler zurück, der für mehr Stabilität und Ruhe sorgen wird.
Mit College-Export Rashaan Mbemba hat das Herren-Nationalteam aber auch unter dem Korb Verstärkung bekommen: Der Power Forward von Colorado State wird gegen Zypern sein zehntes Länderspiel bestreiten. Zwischen 2021 und 2022 lief er bereits neunmal für Rot-Weiß-Rot auf. „Rashaan bringt uns viel Energie, er ist ein echter Kämpfer. Er hat in den letzten Tagen sehr gut gearbeitet und wird uns auf den Inside-Positionen mehr Tiefe geben“, weiß der Head Coach.
Naglic mahnt zur Vorsicht
Aramis Naglic zollt Auftaktgegner Zypern, das in der Vorbereitung auf das kommende Spiel einen Test gegen den EM-Dritten Griechenland nur mit 75:82 verlor und dabei vier potenzielle Starting-Five-Spieler schonte, großen Respekt. „Das Auftaktspiel wird ein absoluter Fight. Die Zyprioten haben ein hitziges Temperament und sind sehr energisch in ihrem Spielstil – das darf uns nicht aus der Bahn werfen“, warnt Naglic.
„Außerdem ist die Mannschaft deutlich erfahrener: Deren Schlüsselspieler sind alle 25, 27 oder 30 Jahre alt – viel routinierter. Und sie spielen sehr Guard-lastig. Da müssen wir mit viel Energie und Aggressivität dagegenhalten, auch deren Distanzwurf unterbinden“, lässt der Kroate bereits ein wenig in seinen Gameplan blicken.
In der Vergangenheit hat Österreich bereits elfmal gegen Zypern gespielt. Nach der 57:76-Niederlage im ersten Aufeinandertreffen am 28. Mai 1995 feierten die „größten Söhne“ zuletzt zehn Siege en suite. Zuletzt landete Rot-Weiß-Rot am 3. Juli 2022 im Rahmen der FIBA EuroBasket 2025 Pre-Qualification einen 78:49-Kantersieg. Mit Vujosevic, Mbemba, Ersek, Jakob Lohr und Timo Lanmüller stehen gleich fünf Akteure von damals erneut im Line-Up.
Kader Österreich: Erol Ersek (Heidelberg, GER), Daniel Friedrich, Jakob Lohr (Swans Gmunden), Starlin Inoa Gil, Elvir Jakupovic (Flyers Wels), Florian Köppel (Gunners Oberwart), Nordin Kapic (zuletzt NCAA), Edi Patekar, Erik Dietz (Traiskirchen Lions), Nico Zeleznik (Klosterneuburg Dukes), Timo Lanmüller (Vechta, GER), Bogic Vujosevic (Gajdobra, SRB), Rashaan Mbemba (Colorado State, NCAA)
FIBA EuroBasket 2029 Pre-Qualifiers Phase zwei:
27. August 2026 um 18.00 Uhr MESZ | Zypern – Österreich (live auf ORF Sport+ & ORF ON)
30. August 2026 um 16.05 Uhr | Österreich – Nordmazedonien
29. November 2026 | Österreich – Zypern
25. Februar 2027 | Nordmazedonien – Österreich
