NBA-Star Jakob Pöltl nach Playoff-Aus: "Es ist frustrierend"

Jakob Pöltl im Duell mit Clevelands James Harden
Jakob Pöltl im Duell mit Clevelands James HardenJason Miller / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / Getty Images via AFP / Profimedia

Jakob Pöltl zieht nach seiner zehnten NBA-Saison ein gemischtes Fazit. Mit den Toronto Raptors erreichte er zwar die Play-offs, das Aus im siebenten Spiel gegen die Cleveland Cavaliers bezeichnete er jedoch als "frustrierend".

Im obligatorischen Saisonabschlussgespräch verwies Österreichs NBA-Aushängeschild Jakob Pöltl darauf, dass für die Toronto Raptors mehr möglich gewesen wäre: "Wir haben gespürt, dass wir eine Chance haben."

Letztlich habe ein Spiel entschieden, in dem Cleveland in mehreren Bereichen überlegen gewesen sei. Insgesamt verlief die Saison für Toronto dennoch positiv: Mit 46 Siegen und Platz fünf im Osten zählte das Team zu den positiven Überraschungen. Besonders die Entwicklung junger Spieler trotz Ausfällen wichtiger Akteure bewertet Pöltl als ermutigend.

 

 

Pöltls Krux mit dem Kreuz

Individuell war die Saison für den Wiener durch Rückenprobleme geprägt, die ihn vor allem zu Beginn länger außer Gefecht setzten. "Es war nicht einfach, positiv zu bleiben", erklärte der Wiener, der in dieser Phase auch mental betreut wurde. Inzwischen hat sich die Situation verbessert, unter anderem durch ein angepasstes Trainingsprogramm. Beschwerden traten zuletzt keine mehr auf.

 

Jakob Pöltl über...

das Saisonende gegen Cleveland: "Es ist frustrierend. Wir haben gespürt, dass wir eine Chance haben, einen Lauf starten können. Wir haben in Spiel 6 gegen Cleveland einfach nicht gut genug gespielt. Wir schauen in die Zukunft und wollen nächstes Jahr besser sein."

die Bereiche, in denen sich die Raptors verbessern müssen: "Es gibt viele Bereiche, in denen wir besser werden können. Es beginnt jedoch bei jedem Einzelnen, an seinen Stärken und Schwächen zu arbeiten. Aber auch, wie wir noch besser zusammenspielen können. Was mag mein Mitspieler, was mag er nicht so? Wie können wir den Court noch besser miteinander teilen? Wie können wir effektiver spielen?"

die jungen Spieler im Kader der Raptors: "Für viele unserer Jungen waren es die ersten Erfahrungen auf so großer Bühne. Es war beeindruckend zu sehen, wie sie damit umgegangen sind. Diese Momente sind wichtig für sie, das lässt mich optimistisch in die kommende Saison blicken."

 

 

seine Verletzungsprobleme in der Saison 2025/26: "Es war nicht einfach. Ich habe versucht, positiv zu bleiben. Ich habe auch psychologische Hilfe erhalten. Es war keine einfache Zeit, weil ich keinen klaren Zeitplan hatte. Natürlich hätte ich gerne mehr Spiele bestritten, aber ich muss es so akzeptieren. Ich denke jedenfalls nicht, dass mich diese Probleme langfristig beschäftigen werden."

den Teamcharakter bei den Raptors: "Wir hatten die gesamte Saison über eine sehr gute Teamchemie. Auch abseits des Courts verbringen wir Zeit miteinander. Das hat man auch in einigen Spielen gesehen, in denen wir Comeback-Qualitäten bewiesen haben."