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NBA: Wagner gewinnt gegen Schröder – Wembanyama überragt mit Karrierebestwert

Victor Wembanyama bejubelt eine Aktion in der zweiten Hälfte gegen die Dallas Mavericks.
Victor Wembanyama bejubelt eine Aktion in der zweiten Hälfte gegen die Dallas Mavericks.ČTK / AP / Darren Abate

Moritz Wagner hat das Duell der deutschen Basketballer gegen Dennis Schröder für sich entschieden: Im Trikot der Brooklyn Nets feierte der 29-jährige Berliner einen 114:104-Erfolg gegen die Charlotte Hornets. Für die Nets war es der zweite Saisonerfolg in der achten Partie in der nordamerikanischen Profiliga NBA, Charlotte kassierte die fünfte Niederlage in Folge.

Brooklyn Nets 114:104 Charlotte Hornets

Wagner, der vor der Saison aus Orlando nach Brooklyn gewechselt war, erzielte für sein neues Team sechs Punkte. Bester Werfer für die Nets war Michael Porter mit 26 Punkten, die deutschen Youngster Christian Anderson Jr. und Hannes Steinbach kamen nicht zum Einsatz. Schröder schaffte für die Hornets fünf Punkte, fünf Rebounds und vier Assists.

Porter betonte nach der Partie die Entwicklung der Nets. "Vor ein paar Tagen waren wir in New York in derselben Situation und sind im vierten Viertel völlig eingebrochen", sagte der 28-Jährige. Gute Teams würden aus ihren Fehlern lernen: "Deshalb war ich stolz auf alle."

Oklahoma City Thunder 124:116 Cleveland Cavaliers

Den sechsten Saisonsieg feierte unterdessen Oklahoma City Thunder mit Isaiah Hartenstein. Die Champions von 2025 setzten sich 124:116 gegen die Cleveland Cavaliers durch, Hartenstein steuerte zwei Zähler bei. Shai Gilgeous-Alexander überragte erneut, verbuchte 42 Punkte sowie acht Assists und zeigte sich von der Freiwurflinie (15 von 19) extrem treffsicher. Unterstützt wurde er von Rookie Bennett Stirtz und Ajay Mitchell (23 Punkte), die den verletzungsbedingten Ausfall von drei Starter-Spielern hervorragend auffingen.

OKC dominierte die Partie über weite Strecken und führte Mitte des zweiten Viertels bereits mit 25 Zählern. Cleveland bewies jedoch Moral und verkürzte den Rückstand kurz vor Schluss durch drei späte Dreier von Donovan Mitchell (27 Punkte) noch einmal auf 111:117. Gilgeous-Alexander behielt in den letzten Sekunden von der Freiwurflinie jedoch die Nerven und tütete den sechsten Saison-Sieg für die Thunder ein.

San Antonio Spurs 112:111 Dallas Mavericks

Topstar Victor Wembanyama legte sogar noch einen drauf. Beim knappen 112:111-Erfolg der San Antonio Spurs gegen die Dallas Mavericks erzielte der Franzose 52 Punkte und fügte enorme 24 Rebounds und acht Blocks hinzu. Schon zur Halbzeit hatte "Wemby" 29 Zähler, 15 Rebounds und 5 Blocks auf dem Konto – ein Kunststück, das seit Beginn der detaillierten Play-by-Play-Aufzeichnungen (1996/97) noch keinem Spieler vor der Pause gelang.

Der Einfluss des Giganten war brutal spürbar: Mit Wembanyama auf dem Feld verzeichnete San Antonio ein Plus von 23 Punkten, während die Spurs ohne ihn mit 22 Zählern ins Hintertreffen gerieten. Dennoch wurde es am Ende dramatisch. Wembanyama verwarf in der Schlussphase drei von vier Freiwürfen, wodurch Dallas-Star Kyrie Irving (29 Punkte) mit dem letzten Angriff die Chance auf den Sieg bekam. Sein Fadeaway-Jumper drei Sekunden vor dem Ende verfehlte jedoch das Ziel, womit die Spurs ihren sechsten Sieg in Serie perfekt machten.

Sacramento Kings 103:116 Los Angeles Lakers

Luka Dončić setzt seine historische Scoring-Explosion im Trikot der Los Angeles Lakers unaufhaltsam fort. Beim 116:103-Erfolg über die Sacramento Kings legte der Slowene 40 Punkte, 9 Rebounds sowie 7 Assists auf und knackte damit im achten Saisonspiel bereits die 300-Punkte-Marke (308). Ein solches Kunststück gelang in der NBA-Historie zuvor nur Wilt Chamberlain und zuletzt Michael Jordan in der Saison 1988/89. Es war zudem Dončićs sechstes Spiel in Folge mit mindestens 35 Zählern.

Neben der sportlichen Glanzleistung sorgte ein Zwischenfall im dritten Viertel für Aufsehen, als Dončić energisch auf einen Fan am Spielfeldrand aufmerksam machte, nachdem dieser den Ball aggressiv in Richtung der Schiedsrichterin geworfen hatte; der Zuschauer wurde umgehend aus der Halle entfernt. Sacramento, bei dem Rookie Darius Acuff Jr. mit 22 Punkten und 12 Assists überzeugte, fand defensiv kein Mittel gegen Dončić und Austin Reaves (21 Punkte) und kassierte damit die siebte Niederlage im achten Spiel.

Los Angeles Clippers 116:117 (OT) Miami Heat

Klay Thompson hat den Miami Heat in einem packenden Overtime-Krimi den Sieg beschert. Eine Sekunde vor dem Ende der Verlängerung netzte der Scharfschütze seinen achten Dreier der Partie zum 117:116-Endstand gegen die Los Angeles Clippers ein. Thompson erzielte insgesamt 30 Punkte, wurde jedoch von Bam Adebayo noch übertroffen, der mit 35 Zählern und 10 Rebounds eine neue Saisonbestleistung aufstellte. Auch Giannis Antetokounmpo glänzte aufseiten Miamis mit 27 Punkten und 14 Rebounds.

Die Heat bewiesen in der Partie Kampfgeist und holten im zweiten Viertel bereits einen 20-Punkte-Rückstand auf. Sogar viereinhalb Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit lag Miami noch mit zehn Zählern hinten, ehe ein 9:0-Lauf die Wende einleitete. Für die Clippers, bei denen Darius Garland mit 26 Punkten bester Werfer war, setzte sich die Talfahrt nach der siebten Niederlage in Serie ungebremst fort.

Washington Wizards 105:120 Atlanta Hawks

Die Atlanta Hawks haben das erste Wiedersehen mit ihrem langjährigen Star-Guard Trae Young siegreich gestaltet. Beim 120:105-Erfolg über die Washington Wizards übernahm Nickeil Alexander-Walker die Hauptrolle und glänzte mit 26 Punkten sowie sechs verwandelten Dreiern. Onyeka Okongwu dominierte unter den Brettern mit 14 Punkten und 16 Rebounds, wodurch die Hawks den verletzungsbedingten Ausfall von All-Star Jalen Johnson problemlos kompensieren konnten.

Trae Young, der im Januar nach Washington getradet worden war, kam gegen sein ehemaliges Team auf 18 Punkte. Washington geriet bereits im zweiten Viertel nach einem 13:0-Lauf der Hawks vorentscheidend mit 16 Zählern in Rückstand. Zwar verkürzten die Wizards im dritten Viertel durch einen Dreier von Young noch einmal auf 79:83, doch Corey Kispert (ein Akteur, der im Young-Deal nach Atlanta gewechselt war) antwortete postwendend mit einem Vier-Punkte-Spiel und beseitigte damit alle Zweifel am Sieg der Gäste.

Detroit Pistons 106:112 Philadelphia 76ers

Die Philadelphia 76ers verteidigen mit einem 112:106-Erfolg über die Detroit Pistons die Spitzenposition in der Eastern Conference und schrauben ihre Bilanz auf 8:1. Matchwinner war Jaylen Brown, der mit 30 Punkten eine Saisonbestleistung aufstellte und 37 Sekunden vor dem Ende beim Stand von 109:103 einen entscheidenden Dreierversuch von Cade Cunningham abblockte. Joel Embiid steuerte 26 Punkte und 15 Rebounds bei, während Tyrese Maxey einen eher unglücklichen Abend erlebte und bei nur 19 Punkten gehalten wurde.

Für einen historischen Meilenstein sorgte Superstar LeBron James im zweiten Viertel: Mit einem Korbleger verwandelte der 41-Jährige den 16.000. Feldwurf seiner NBA-Karriere – ein Wert, den vor ihm noch kein Spieler in der Liga-Geschichte erreicht hat. Detroit, das von Duncan Robinson (27 Punkte) und Cunningham (26 Punkte, 11 Assists) getragen wurde, kämpfte sich nach einem 17-Punkte-Rückstand zwar noch einmal heran, musste sich am Ende jedoch knapp geschlagen geben.

Boston Celtics 109:102 Milwaukee Bucks

Die Boston Celtics haben sich trotz des Ausfalls von Jayson Tatum und einer Verletzung von Payton Pritchard knapp gegen die Milwaukee Bucks durchgesetzt. Paul George mit 25 Punkten (5 Dreier) und Derrick White mit 24 Zählern führten den Rekordmeister zum 109:102-Heimsieg. Matchwinner in der Crunchtime war White, der 2:22 Minuten vor dem Ende ein Dreipunkt-Spiel zur 102:97-Führung verwandelte und damit den entscheidenden 12:5-Schlussspurt der Celtics einleitete.

Die Bucks, bei denen Tyler Herro 18 seiner 25 Punkte im drittem Viertel erzielte, zeigten nach einem 22-Punkte-Rückstand im zweiten Durchgang großen Kampfgeist. Mit einem 26:12-Lauf spielte sich Milwaukee zurück in die Partie und ging durch einen Freiwurf von Nate Ament im letzten Viertel sogar kurzzeitig mit 92:91 in Führung. Am Ende fehlte dem Team um Herro jedoch die Durchschlagskraft, wodurch die Bucks mit einer Bilanz von 1:7 weiter im Tabellenkeller feststecken.

New York Knicks 135:105 Chicago Bulls

Die New York Knicks haben die Chicago Bulls mit einer offensiven Machtdemonstration 135:105 überrollt. Allen voran Jalen Brunson war von der Bulls-Defensive nicht zu stoppen: Der Point Guard erzielte 22 seiner insgesamt 33 Punkte bereits im ersten Viertel und traf dabei 8 seiner 10 Würfe aus dem Feld. Der Meister entschied das erste Viertel mit 43:21 für sich und legte im zweiten Spielabschnitt direkt 41 weitere Zähler nach.

Mit dem Halftime-Score von 84:52 stellten die Knicks ihren Franchise-Rekord für die meisten Punkte in einer ersten Halbzeit ein. Im dritten Viertel wuchs der Vorsprung nach einem Vier-Punkte-Spiel von Miles McBride kurzzeitig sogar auf 44 Zähler an (111:67). Während New York den vierten Sieg aus den letzten fünf Spielen feierte, kassierte Chicago die sechste Niederlage in Serie – die Bulls haben in jedem bisherigen Saisonspiel mindestens 124 Punkte kassiert.

New Orleans Pelicans 120:113 (OT) Utah Jazz

Saddiq Bey und Zion Williamson haben die New Orleans Pelicans in einem echten Krimi zu einem 120:113-Erfolg über die Utah Jazz geführt. Bey erzielte sechs seiner 22 Punkte in den Schlussminuten der Verlängerung, während Williamson nach einer punktlosen ersten Halbzeit aufdrehte und alle seine 23 Zähler nach der Pause markierte. New Orleans wandelte im dritten Viertel einen 13-Punkte-Rückstand um und feierte den vierten Sieg in Serie.

Utah hatte in Keyonte George den herausragenden Akteur des Abends: Der Guard erzielte 39 Punkte und brachte die Jazz in der Verlängerung mit zwei schnellen Dreiern 110:104 in Führung. Ein anschließender 14:0-Lauf der Pelicans besiegelte jedoch die sechste Niederlage in Folge für Utah. Am Ende der regulären Spielzeit hatte George bereits den vermeintlichen Siegtreffer erzielt, der von den Schiedsrichtern jedoch knapp nach der Sirene gewertet wurde.

Memphis Grizzlies 103:107 Indiana Pacers

Die Indiana Pacers haben ihre fünf Spiele andauernde Niederlagenserie gestoppt und die Memphis Grizzlies knapp mit 107:103 besiegt. Neben dem besten Werfer Andrew Nembhard (22 Punkte) avancierte Aaron Nesmith zum Matchwinner: Beim Stand von 104:103 versenkte Nesmith wenige Sekunden vor dem Ende einen entscheidenden Dreier aus der rechten Ecke. Die Rückkehr der Leistungsträger Nesmith, Nembhard und Pascal Siakam (20 Punkte) verlieh dem Team von Rick Carlisle die nötige Stabilität.

Memphis, das mit sechs Siegen in Folge in die Saison gestartet war, kassierte damit die zweite Niederlage nacheinander. Cedric Coward und Ty Jerome erzielten jeweils 23 Punkte für die Grizzlies, konnten die Wende im vierten Viertel jedoch nicht mehr erzwingen. Ausschlaggebend für den Erfolg der Pacers war vor allem die aufmerksame Defensive, die zu insgesamt 12 Ballverlusten der Grizzlies in der ersten Halbzeit führte und Indiana leichte Punkte nach Schnellangriffen ermöglichte.

Phoenix Suns 119:132 Portland Trail Blazers

Die Portland Trail Blazers setzen ihren beeindruckenden Auswärtslauf fort und feierten beim 132:119 über die Phoenix Suns den fünften Erfolg in Serie. Angeführt von Damian Lillard (25 Punkte) und Donovan Clingan (24 Punkte) übernahm Portland nach einem Fünf-Punkte-Rückstand im ersten Viertel die Kontrolle. Ein furioses zweites Viertel, das die Blazers mit 43:25 für sich entschieden, sorgte für eine komfortable 72:59-Halbzeitführung.

Neben Lillard glänzte Deni Avdija mit einer starken Allround-Leistung von 21 Punkten, 12 Assists und 7 Rebounds. Bei den kriselnden Suns (1:5 Saisonbilanz) stach Devin Booker mit 33 Punkten und einer makellosen Freiwurfquote (13 von 13) heraus, konnte die verdiente Heimniederlage gegen treffsichere Gäste aus Portland jedoch nicht verhindern.

Houston Rockets 107:117 Minnesota Timberwolves

Trotz des Ausfalls ihres verletzten Superstars Anthony Edwards und des fehlenden Terrence Shannon Jr. holten die Minnesota Timberwolves einen 117:107-Auswärtssieg bei den Houston Rockets. In einer hitzigen Partie, in der Minnesotas Jonathan Kuminga bereits im zweiten Viertel nach einem Ellbogenschlag gegen Alperen Sengün mit einem Flagrant 1 Foul verwarnt wurde, schenkten sich beide Teams nichts. Die Rockets forderten den Wolves alles ab und führten Mitte des Schlussviertels noch knapp, ehe LaMelo Ball aufdrehte. Ball erzielte 12 seiner 20 Zähler im letzten Spielabschnitt und leitete mit einem 7:0-Lauf die entscheidende Phase für Minnesota ein.   

Am Ende war es jedoch das Duo Ayo Dosunmu und Jonathan Kuminga, das den Sack endgültig zumachte. Während Dosunmu über die gesamte Partie mit 21 Punkten als Topscorer der Wolves glänzte, gehörte die Schlussphase ganz Kuminga (16 Punkte, 8 Rebounds). Zwei wichtige Dreier sowie ein Tip-In des Forwards in den letzten zwei Minuten raubten den Texanern jegliche Hoffnung auf ein Comeback.

Da half selbst die überragende Vorstellung von Houston-Center Alperen Sengün nicht, der mit 17 Punkten, 12 Rebounds und 10 Assists sein 13. Karriere-Triple-Double verbuchte.

Denver Nuggets 128:109 Toronto Raptors

Die Denver Nuggets haben die Toronto Raptors mit 128:109 aus der Halle gefegt. Hauptverantwortlich für den bisher höchsten Saisonsieg der Nuggets war einmal mehr Nikola Jokic, der schier mühelos sein drittes Triple-Double der Saison auf das Parkett zauberte. Der Center glänzte mit 32 Punkten (13 von 19 aus dem Feld), 11 Assists, 10 Rebounds und 3 Steals. Jokic hielt sein Team vor allem vor der Pause im Spiel, als Denver nach zwei deutlichen Heimpleiten zu Saisonbeginn noch einen 64:67-Rückstand zur Halbzeit hinnehmen musste.

Was die Zuschauer in Colorado nach dem Seitenwechsel erlebten, glich jedoch einer Demonstration der Stärke. Denver überrannte die Raptors im dritten Viertel mit 41:15 und traf dabei überragende 68,2 Prozent aus dem Feld. Neben Jokic punkteten sechs weitere Nuggets zweistellig, allen voran Rookie Bryce Hopkins, der von der Bank für ein Karrierehoch von 18 Punkten sorgte.

Bei den Raptors, die im zweiten Durchgang völlig den Faden verloren und nur 3 ihrer 15 Dreier trafen, war RJ Barrett mit 22 Punkten bester Werfer. Nach einem starken 3:1-Start kassierte Toronto die dritte Niederlage aus den letzten vier Spielen. 

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