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Neue Rolle für den Wandervogel: Mentor Schröder zieht die Hornets-Rookies mit

Dennis Schröder (l.) startet in seine NBA-Zeit bei den Charlotte Hornets.
Dennis Schröder (l.) startet in seine NBA-Zeit bei den Charlotte Hornets.Petre Thomas-Imagn Images via REUTERS

Georgia, Oklahoma, Kalifornien, Massachusetts, Texas, New York, Michigan und Ohio, jetzt North Carolina. Dennis Schröder ist auf seiner Reise kreuz und quer durch die USA samt Abstecher nach Kanada im neunten Bundesstaat angekommen, doch für den Wandervogel ist nicht nur die Stadt neu. Bei den Charlotte Hornets ist Schröder auch als Mentor gefragt, soll die beiden deutschen Rookies Hannes Steinbach und Christian Anderson unter seine Fittiche nehmen. Und das macht der Nationalmannschaftskapitän gern.

"Ich bin Veteran, 14 Jahre jetzt in der Liga, habe sogar die meisten Jahre im Team und versuche natürlich, so die beiden Jungen mitzuziehen und eine erfolgreiche Saison zu spielen", sagte Schröder zuletzt bei RTL/Sky Sport, er bemühe sich dabei, "es so easy wie möglich für sie zu machen". Auch er selbst profitiert von der besonderen Situation bei seiner mittlerweile zwölften Station in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga. Es sei "toll, ein bisschen Deutsch zu reden".

Die Hornets hatten Steinbach und Anderson Ende Juni im Draft an 14. und 18. Stelle ausgewählt. Im August kam dann Schröder von den Cleveland Cavaliers hinzu, mit der Erfahrung von mehr als 1000 NBA-Spielen. Wer könnte sich besser eignen, um die beiden 20-Jährigen ins Geschäft einzuführen? Der Welt- und Europameister ist für die Rolle so etwas wie ein perfect fit.

Anderson nimmt Schröder als Vorbild wahr

"Beide wollen besser werden. Sie wollen gut sein, und ich glaube, dass sie eine lange Karriere hier haben werden", sagte Schröder über Steinbach und Anderson, die zusammen U18-Europameister und U19-Vizeweltmeister wurden. Steinbach, geboren in Würzburg, so wie seine Vorgänger Dirk Nowitzki und Maxi Kleber, sei ein "höllisch guter Spieler, er hat viel Talent", sagte Schröder. Anderson hatte er einst gar als seinen legitimen Nachfolger in der Nationalmannschaft bezeichnet.

Die Point Guards kamen sich früh nah, denn in Andersons Geburtsstadt Atlanta hatte 2013 Schröders NBA-Karriere begonnen. "Ich hab ihm schon zugeschaut, als er für die Hawks gespielt hat", erzählte der Neuling jüngst im Trainingscamp: "Wir haben im Nationalteam zusammengespielt, trainiert. Er ist einer der besten Wettkämpfer, die man treffen kann. Wir haben ein großartiges Verhältnis."

Dass Schröder da ist, kann nur helfen. Auch das Wiedersehen mit Steinbach. "Hannes kenne ich seit einigen Jahren. Es ist immer einfacher, mit jemandem in eine neue Situation zu kommen, den man schon kennt", so Anderson. Steinbach, dessen Vater Burkhard bei DJK Würzburg an Nowitzkis Seite spielte, sieht in Schröder "jemanden, der einem ein paar Tipps gibt, was er im Spiel sieht, was ich besser machen kann". Auch Anderson ist aufmerksam: "Wenn er uns irgendwelche Informationen gibt, höre ich zu."

Erste Erfolge gibt es. Im letzten Test kam Steinbach bei den Memphis Grizzlies (98:116) mit 19 Punkten und zehn Rebounds auf ein Double-Double. Anderson erzielte 15 Zähler und sechs Assists. Die "German Hornets" starten in der Nacht zum Donnerstag (1.30 Uhr/Prime Video) bei den Brooklyn Nets in die neue Saison. Auch dort hat Schröder (33) schon gespielt.

Zum Match-Center: Brooklyn Nets vs. Charlotte Hornets

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