Spurs springen von der Schippe: San Antonio verkürzt in den NBA Finals

Victor Wembanyama und die San Antonio Spurs melden sich in den NBA Finals zurück.
Victor Wembanyama und die San Antonio Spurs melden sich in den NBA Finals zurück.Geoff Burke-Imagn Images via REUTERS

Die San Antonio Spurs haben sich in den NBA Finals 2026 zurückgemeldet und das erste Heimspiel der New York Knicks verdorben. Nach zwei Heimniederlagen zum Auftakt der Serie feierten die Spurs im ausverkauften Madison Square Garden einen hart umkämpften 115:111-Erfolg. Damit bauten die Texaner eine kuriose Serie in diesen Finals aus: In allen drei bisherigen Partien setzte sich jeweils das Auswärtsteam durch.

Für New York war es zudem ein historischer Dämpfer, da eine beeindruckende Siegesserie von 13 Spielen riss und das erste Finals-Heimspiel im "Garden" seit 1999 verloren ging. Die Knicks führen in der Best-of-Seven-Serie zwar weiterhin mit 2:1, doch das Momentum könnte sich nun verschoben haben.

Zum Match-Center: New York Knicks vs. San Antonio Spurs

Der Schlüssel zum Erfolg der Spurs lag an diesem Abend in einer deutlich disziplinierteren Spielweise und der überragenden Leistung ihres französischen Centers Victor Wembanyama. Der 22-Jährige war mit 32 Punkten – bei einer starken Wurfquote von 11 von 18 – der überragende Akteur auf dem Parkett und trug sich als drittjüngster Spieler der NBA-Geschichte mit einem 30-Punkte-Spiel in den Finals ein.

Knicks zur Pause noch vorn

Nachdem er in den ersten beiden Partien noch durch unglückliche Ballverluste in den Schlusssekunden auffiel, leistete er sich diesmal über das gesamte Spiel nur einen einzigen Turnover. Neben ihm glänzte Rookie Stephon Castle mit 23 Zählern, darunter ein extrem wichtiger Dreier kurz vor dem Ende, der den Spurs kurzzeitig eine beruhigende Sieben-Punkte-Führung einbrachte.

San Antonio erwischte den besseren Start und nutzte die anfängliche Nervosität und die vielen Ballverluste der Knicks konsequent aus, um sich im ersten Viertel mit 33:22 abzusetzen. Im zweiten Abschnitt drehte New York jedoch dank frischem Wind von der Bank durch José Alvarado und einer starken Phase von OG Anunoby auf. Mit einem fulminanten 42:24-Viertel drehten die Hausherren die Partie und gingen mit einer 64:57-Führung in die Kabine.

Nach der Pause verloren die Knicks jedoch erneut den Faden, agierten fahrig und ließen die Spurs durch ein verbessertes Teamspiel wieder herankommen, sodass es mit einem hauchdünnen 92:91 für San Antonio in die letzten zwölf Minuten ging.

In der dramatischen Schlussphase zeigten die Knicks Nerven und offenbarten eine eklatante Abhängigkeit von ihren Stars. Während Jalen Brunson (32 Punkte) und OG Anunoby (28 Punkte) fast im Alleingang dagegenhielten, trafen alle anderen New Yorker Akteure im vierten Viertel zusammen nur einen einzigen von 16 Würfen und blieben aus der Distanz komplett ohne Treffer.

Nur der erste Schritt für die Spurs

Auf der Gegenseite behielten die Spurs kühlen Kopf: Erst traf De'Aaron Fox einen vorentscheidenden Wurf, ehe Stephon Castle an der Freiwurflinie alles klar machte. Knicks-Coach Mike Brown zeigte sich nach dem Spiel unzufrieden mit der Schiedsrichterleistung und bemängelte das deutliche Freiwurf-Verhältnis von 24:8 zugunsten von San Antonio in der zweiten Halbzeit.

Wembanyama betonte indes, dass das Team zwar selbstbewusst sei, der Job aber noch lange nicht erledigt ist. Das wegweisende vierte Spiel findet bereits am Mittwoch erneut in New York statt.