Bundesliga Top XI – 8. Spieltag

Torhüter
Loris Karius (8,7)
Trotz der 0:2-Niederlage gegen RB Leipzig gehörte Karius zu den stärksten Schalkern. Der Schlussmann hielt seine Mannschaft mit mehreren starken Paraden lange im Spiel. Nusas strammen Schuss in Hälfte eins konnte er stark zur Seite abwehren und besonders in der 53. Minute glänzte er, als er einen freien Abschluss von Ezechiel Banzuzi mit einer starken Reaktion entschärfte. Auch gegen Brajan Gruda und bei einem Leipziger Konter war Karius zur Stelle. Bei den Gegentoren war er machtlos. Am Ende kam Karius auf acht Paraden und verhinderte eine höhere Schalker Niederlage.
Abwehr
David Raum (8,4)
Raum war auf der linken Seite ein ständiger Aktivposten und leitete mehrere gefährliche Leipziger Angriffe ein. Kurz vor der Pause brachte er den Ball von der Grundlinie in den Strafraum, woraufhin Rômulo zunächst vermeintlich auf 2:0 erhöhte. Weil der Ball zuvor bereits im Aus gewesen war, wurde der Treffer allerdings zurückgenommen. Seine gefährlichen Hereingaben sorgten dennoch regelmäßig für Unruhe in der Schalker Defensive.
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Koki Machida (7,9)
Zwar verlor Koki Machida mit der TSG Hoffenheim mit 0:2 in Bremen, dennoch machte der Japaner ein starkes Spiel. Er hielt Niclas Füllkrug weitestgehend in Schach, einzig bei der Bremer Führung setzte sich "Lücke" gegen ihn durch. Machida gewann ansonsten alle Zweikämpfe am Boden und trieb das Hoffenheimer Spiel immer wieder mit guten Pässen und progressiven Läufen an.

Amos Pieper (8,3)
Pieper überzeugte beim 2:0-Heimsieg von Werder Bremen mit einer stabilen Defensivleistung. Er verhinderte mit einer starken Klärungsaktion auf der Torlinie den Rückstand, als er einen Kopfball von Hlozek hinter dem bereits geschlagenen Hein im Sprung von der Linie kratzte. Bremens Spielaufbau lief zumeist über den deutschen Innenverteidiger, der mit einigen starken Pässen auffiel. Piepers Leistung war einer der Garanten für die erste weiße Weste der Bremer in dieser Saison.
Konrad Laimer (8,3)
Laimer erwischte beim 2:2 im Klassiker gegen Borussia Dortmund einen starken Abend. Der Österreicher brachte die Bayern in der 38. Minute aus kurzer Distanz im Nachschuss gegen Kobel mit 1:0 in Führung, nachdem er einen seiner unnachahmlichen Läufe in die Tiefe angezogen hatte. Auch darüber hinaus überzeugte er mit viel Einsatz und Laufbereitschaft und tauchte immer wieder im gegnerischen Strafraum auf. Am Ende reichte es für die Münchner trotz seiner starken Vorstellung allerdings nicht zum Heimsieg.
Mittelfeld
Antonio Nusa (9,1)
Beim Leipziger 2:0-Auswärtssieg auf Schalke war einmal wieder Antonio Nusa der Leipziger Antreiber. In der 37. Minute übernahm der Offensivspieler Verantwortung und verwandelte einen Elfmeter mit 109 km/h sicher zur Leipziger Führung. Zuvor war er nach einem sehenswerten Dribbling noch an Karius gescheitert. Auch beim zweiten Treffer hatte der Norweger seine Füße im Spiel: Nach einem schnellen Angriff bediente er Rômulo in der 78. Minute mustergültig, der nur noch einschieben musste. Damit steht der Norweger schon jetzt bei zehn Scorerpunkten in dieser Saison.
Arijon Ibrahimovic (8,1)
Ibrahimović setzte beim 1:2 des FC Augsburg gegen den SC Freiburg früh ein Ausrufezeichen. In der 18. Minute bereitete er mit viel Übersicht und eine präzisen Flanke den Führungstreffer von Michael Gregoritsch vor. Generell war Ibrahimovic der Aktivposten in der Augsburger Offensive und gab insgesamt vier Schüsse ab. Auch nach hinten arbeitete er fleißig mit und konnte immer wieder Freiburger Angriffe unterbinden. Am Ende reichte es dennoch nicht, um Punkte mitzunehmen.
Deniz Undav (8,3)
Beim erlösenden 4:2-Sieg des VfB Stuttgart gegen Bayer Leverkusen war Deniz Undav einer der überragenden Stuttgarter. Der Nationalspieler bereitete den vierten Treffer durch Ermedin Demirović in der 65. Minute mit einem herausragenden Zuspiel vor. Von halblinks spielte er den Ball perfekt zwischen Torhüter und Verteidigern auf den zweiten Pfosten, wo Demirović nur noch einschieben musste. Bereits beim ersten Treffer leitete Undav mit einem feinen Steckpass aus der Drehung auf El Khannouss die Führung ein.
Raphael Onyedika (8,0)
Onyedika krönte seinen Auftritt beim 3:1-Sieg von Eintracht Frankfurt gegen den Hamburger SV mit dem wichtigen Treffer zur erneuten Frankfurter Führung. Direkt nach dem Seitenwechsel traf der Mittelfeldspieler zum zwischenzeitlichen 2:1. Nach einem Eckball kam er im Strafraum zum Abschluss und brachte die Gastgeber damit früh in der zweiten Hälfte wieder auf die Siegerstraße. Außerdem war er mit dem Ball und gegen den Ball einer der besten Adlerträger: Er gewann 71% seiner Zweikämpfe, eroberte sieben Bälle und brachte 87% seiner Zuspiele zum Mitspieler.

Angriff
Ermedin Demirovic (9,0)
Demirović war mit zwei Treffern der entscheidende Mann beim Stuttgarter Auswärtssieg in Leverkusen. In der 14. Minute verwertete er, nachdem El Khannouss noch vergeben hatte, den Abpraller aus kurzer Distanz zur Führung. Nach dem Seitenwechsel legte er seinen zweiten Treffer nach, als er Undavs punktgenaue Hereingabe am zweiten Pfosten aus kurzer Distanz über die Linie drückte. Mit seinem Doppelpack ebnete er dem VfB den Weg zum wichtigen Dreier.
Niclas Füllkrug (8,5)
Füllkrug setzte seine beeindruckende Torserie beim 2:0 gegen die TSG Hoffenheim fort. In der 57. Minute behauptete sich der Angreifer bei einem langen Ball von Torhüter Karl Hein physisch stark gegen Koki Machida und setzte sich anschließend auch gegen Ozan Kabak durch. Aus rund zehn Metern hämmerte er den Ball dann mit links unter die Latte. Es war bereits sein neuntes Saisontor und der siebte Bundesliga-Spieltag in Folge mit einem Treffer, womit er den Rekord von Rudi Völler knackte. Unter Standing Ovations wurde er in der Schlussphase ausgewechselt.
