Rodri war der herausragendste Spieler Spaniens im bisherigen Turnierverlauf. Mit einer durchschnittlichen Flashscore-Bewertung von 7,8 pro Spiel erzielte er den höchsten Wert aller spanischen Spieler mit mehr als 300 Einsatzminuten. Im Vergleich aller Spieler des Turniers mit mindestens dieser Spielzeit lag er auf dem elften Platz.
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Rodri ist Spaniens wichtigster Spieler
Besonders bemerkenswert: Rodri erreichte diese Werte ohne ein eigenes Tor und ohne eine Vorlage. Seine Bedeutung für Spanien lässt sich nicht über klassische Offensivstatistiken messen. Sein Einfluss liegt darin, das Spiel zu ordnen, Räume zu kontrollieren und den Rhythmus der Mannschaft zu bestimmen.
Gegen Belgien, einen körperlich starken und defensiv kompakt stehenden Gegner, wird Spanien erneut die Qualitäten seines Kapitäns benötigen, um die eigene Spielidee durchzusetzen.
Der Fokuspunkt von Spaniens Ballbesitzspiel
Rodri ist das zentrale Element, wenn Spanien Kontrolle über eine Partie gewinnen will. Seine Rolle verlangt eine enorme Zahl an Ballkontakten und Pässen. Viele seiner Zuspiele gehen nicht spektakulär nach vorne, sondern dienen dazu, das Tempo des Spiels zu steuern. Der Mittelfeldspieler entscheidet, wann Spanien Ruhe benötigt und wann das Spiel beschleunigt werden soll. Genau diese Fähigkeit unterscheidet ihn von klassischen defensiven Mittelfeldspielern.
Zum Match-Center: Spanien vs. Belgien
Seine größte Stärke ist die Vielfalt seines Passspiels. Rodri findet Lösungen gegen verschiedene Pressingformen, überbrückt mit seinen Pässen gegnerische Linien und sorgt dafür, dass Spanien aus dem Mittelfeld heraus dauerhaft gefährlich bleibt.

Ein Beispiel dafür war Spaniens Siegtreffer gegen Portugal. Rodri erkannte, dass Ferran für einen kurzen Moment Raum hatte, und spielte mit seinem ersten Kontakt einen vertikalen Pass durch die gegnerische Abwehrreihe. Dadurch erhielt Ferran die nötige Zeit, um den Ball weiter in den Strafraum zu bringen, wo Merino vollendete.
Die Erfolgszahlen hinter Rodris Leistungen
Rodris Zahlen unterstreichen seine Bedeutung für Spaniens Ballbesitzspiel. Er gehört zu den zehn besten Spielern des Turniers bei präzisen progressiven Pässen und liegt mit 32 erfolgreichen Pässen bei 44 Versuchen auf Rang zehn. Auch bei erfolgreichen Durchbrüchen ins letzte Drittel belegt er mit 44 von 49 Versuchen den zehnten Platz. Bei der Gesamtzahl der Pässe ins letzte Drittel liegt er mit 137 von 149 Pässen sogar auf Rang zwei.

Dabei kommt Rodri auf Erfolgsquoten von 90 Prozent bei progressiven Pässen, 73 Prozent bei Pässen ins letzte Drittel und 92 Prozent bei Pässen ins letzte Drittel insgesamt. Allein in der Partie gegen Kap Verde spielte er 68 Pässe ins letzte Drittel.

Auch seine Fähigkeit, gegnerische Linien zu durchbrechen, war gegen Portugal entscheidend. 23 seiner 24 Linienbrecher-Pässe waren erfolgreich. Damit wurde er in dieser Partie nur von Pau Cubarsí übertroffen. Zum Vergleich: Portugals bester Spieler Bruno Fernandes kam auf 15 erfolgreiche Linienbrecher-Pässe bei 20 Versuchen.
Bestie in der Defensive
Rodris Einfluss beschränkt sich nicht auf den Ballbesitz. Der Mittelfeldspieler ist auch gegen den Ball eine zentrale Figur für Spanien. Besonders bei der Absicherung offener Räume und beim Unterbinden gegnerischer Angriffe gehört er zu den stärksten Spielern des Turniers.

Seine Positionierung ermöglicht es Spanien, nach Ballverlusten schnell wieder Kontrolle zu gewinnen. Durch seine Antizipation und seine Zweikampfstärke verhindert Rodri gefährliche Umschaltsituationen und stabilisiert die gesamte Mannschaft.
Auch seine Defensivwerte gehören zu den besten eines Mittelfeldspielers bei der Weltmeisterschaft. Rodri gewann 13 seiner 17 Zweikämpfe und liegt damit auf dem zweiten Platz des gesamten Turniers. Zudem sammelte er 30 Balleroberungen - nur drei Spieler waren in dieser Kategorie erfolgreicher.
Rodri steht damit für die Spielidee, die Spanien bei dieser Weltmeisterschaft auszeichnet: Kontrolle durch Ballbesitz, Stabilität durch Struktur und Dominanz durch ein überragendes Mittelfeldzentrum.
