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Party mit Fanta und Cola – SV Elversberg schreibt Bundesliga-Geschichte

Mokwa erzielte das dritte Tor für Elversberg
Mokwa erzielte das dritte Tor für ElversbergANDREAS SCHLICHTER / AFP

Das Saarland steht kopf. Der Dorfverein aus Elversberg schafft bei seiner historischen Bundesliga-Premiere eine Sensation.

Im beschaulichen Elversberg brachen alle Dämme. Selbst die saarländische Ministerpräsidentin platzte vor Stolz. "Ein Wahnsinn", schrieb Landesoberhaupt Anke Rehlinger: "Mit Mut, Leidenschaft und starkem Fußball hat die SVE an der Kaiserlinde ein echtes Traumdebüt hingelegt."

Die 13.000-Seelen-Gemeinde schrieb als kleinster Bundesliga-Standort Geschichte und sorgte gleich bei der Premiere mit dem 3:2 (2:0) gegen die Startruppe von Bayer Leverkusen für eine Sensation.

Dies werde "auf jeden Fall" gefeiert, kündigte Stürmer Luca Schnellbacher mit breitem Grinsen an, aber auf spezielle Art und Weise: "Bei uns gibt es nicht so viele, die Alkohol trinken. Da gibt es vielleicht mal eine Fanta oder eine Cola."

Pure Freude bei der SVE
Pure Freude bei der SVEANDREAS SCHLICHTER / AFP

Die hatten sich die aufmüpfigen Hochgeschwindigkeitsfußballer des Aufsteigers redlich verdient. Auf der heimischen Stadion-Baustelle nahm der Dorfverein den Europapokal-Teilnehmer phasenweise auseinander.

Auch in der Bundesliga müsse sich die SVE "auf keinen Fall verstecken", betonte Linksverteidiger Lasse Günther. Der erste saarländische Erstligist seit 33 Jahren ist gekommen, um zu bleiben.

Wagner sieht noch Schwachstellen

"Wenn wir unser Spiel spielen, können wir auf jeden Fall mithalten", betonte Trainer Vincent Wagner: "Aber wenn wir nicht schlau genug sind und Kleinigkeiten anbieten, reicht das aus, damit der Gegner das ausnutzt."

SVE-Trainer Vincent Wagner
SVE-Trainer Vincent WagnerANDREAS SCHLICHTER / AFP

So wurde aus der anfänglichen Gala nach den Treffern von Lukas Petkov (8.), Cole Campbell (9.) und David Mokwa (46.) doch noch eine Zitterpartie. "70 Minuten haben wir so Fußball gespielt, wie wir wollten", sagte Wagner.

Danach habe sein Team die Intensität nicht mehr halten können und in den Verwaltungsmodus geschaltet. Dies nutzte Bayer mit den Treffern von Patrik Schick (77.) und Christian Kofane (90.+1), doch "die Elv" rettete sich mit Glück und Geschick.

Match-Center: Elversberg vs. Leverkusen