Aufklärung tat Not, vor allem in Italien. "Ein Italiener verzaubert Deutschland", erklärte die Gazzetta dello Sport ihren Lesern, und dieser "attacante" aus "Germania" habe nun das Herz von Miroslav Klose erwärmt.
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Die Schlussfolgerung: Wer für Klose, der nach fünf Jahren bei Lazio Rom noch immer einen ausgezeichneten Ruf bei den Italienern genießt, wer also für "Miro" seit seinem Wechsel zum 1. FC Nürnberg im Sommer 2025 "Tore wie am Fließband" schießt, der kann so schlecht nicht sein.

Die Verbindungen von Klose waren durchaus hilfreich. Erst mal gab es für die Italiener ein "Kompliment" von Nürnbergs Trainer, dass sie auf Zoma ja irgendwie doch aufmerksam geworden waren. "Die hatten ihn ja gar nicht auf dem Schirm, und auf einmal lesen sie Nürnberg, wissen, wer da Trainer ist", sagte Klose. Und was Zoma angehe, ergänzte der Weltmeister von 2014: "Wenn der wüsste, was er alles kann …"
Bald wieder "nach Hause"?
Beim Club können sie sich auf die Schultern dafür klopfen, einen wie Zoma entdeckt zu haben. "Momo", wie sie ihn in Nürnberg nennen, kam aus der Serie C, dritte Liga also, von UC AlbinoLeffe, einem kleinen Klub aus der Nähe von Bergamo. Immerhin 800.000 Euro hat er gekostet. Nach Anlaufschwierigkeiten traf Zoma in seiner ersten Saison in 29 Spielen 14 Mal, die zweite hat er mit sechs Treffern in sechs Spielen begonnen.
Zoma ist gebürtiger Italiener, er stammt aus Merate etwas westlich von Bergamo. Benannt wurde er von seinem boxbegeisterten Vater angeblich nach Muhammad Ali. Trainer in der Jugend bei AlbinoLeffe war Giuseppe Biava – einstiger Mitspieler von Klose bei Lazio Rom. Als Mancini am Freitag seinen Kader vorstellte, hat Klose nach eigener Aussage "aus Italien genauso viele Nachrichten bekommen wie Momo".
Ginge es nach Zoma, wäre er wohl nicht mehr in Nürnberg, beim Club aber entschieden sie schon lange vor dem Ende der Transferphase, dass sie ihren Publikumsliebling allenfalls bei einem Angebot von mindestens 20 Millionen Euro gehen lassen würden. "Wer weiß", mutmaßte die Gazzetta dello Sport, "vielleicht denkt ja ein italienisches Team daran, ihn wieder nach Hause zu holen."
