England stürmt vergebens – Nullnummer gegen Ghana

Aktualisiert
Kane im Zweikampf mit Musah
Kane im Zweikampf mit MusahREUTERS/Brian Snyder

Kein Kane-Tor, kein Sieg: Englands Luxus-Offensive um Bayern-Star Harry Kane ist im zweiten Spiel der WM-Titelmission an Ghanas Abwehrriegel verzweifelt. Die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel verpasste durch das enttäuschende 0:0 gegen Ghana den vorzeitigen Sprung in die K.o.-Runde, die Three Lions haben aber als Tabellenführer der Gruppe L wie auch die Black Stars mit vier Punkten weiter gute Chancen aufs Weiterkommen.

Der Mitfavorit gab bei englischem Regenwetter in Foxborough zwar den Ton an, die nach dem 4:2 gegen Kroatien so gefeierte englische Tormaschine aber stockte erstaunlich gegen den tiefstehenden Gegner. Für die Briten geht es im abschließenden Gruppenspiel am Samstag (23.00 Uhr MESZ/MagentaTV) gegen Panama, Ghana trifft parallel auf Kroatien.

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"Es war so schwierig wie erwartet. Sie waren noch defensiver als im ersten Spiel", sagte Tuchel: "Wenn man nicht früh trifft, wird es ein Geduldsspiel. Am Ende dachten wir, dass wir sie haben. Da haben wir unseren Rhythmus gefunden, aber leider konnten wir uns nicht belohnen."

Spielernoten: England vs. Ghana
Spielernoten: England vs. GhanaFlashscore

Englands Mission ist klar: 60 Jahre nach dem bislang einzigen Triumph soll der zweite WM-Titel her. Nationaltrainer Tuchel veränderte sein Team im zweiten Gruppenspiel auf zwei Positionen in der Abwehr. Marc Guehi und Djed Spence rückten für John Stones und Nico O'Reilly in die Startelf.

Bei Ghana stand Rückkehrer Thomas Partey im Fokus. Der Mittelfeldspieler vom FC Villarreal hatte wegen Vergewaltigungsvorwürfen gegen ihn nicht nach Kanada einreisen durfte, wo das 1:0 gegen Panama in Toronto ausgetragen wurde. Schon als sein Name bei der Aufstellung verlesen wurde, waren erste Buhrufe aus dem Publikum zu vernehmen.

Statistiken: England vs. Ghana
Statistiken: England vs. GhanaOpta by StatsPerform

In Jude Bellinghams 50. Länderspiel begannen die Engländer vor den Augen von Ikone David Beckham zwar spielbestimmend, aber zu statisch. Tuchel gab an der Seitenlinie gestenreich Kommandos, Kane war trotzdem kaum ins Spiel eingebunden. Ghana igelte sich in der Defensive ein, für den Favoriten entwickelte sich ein Geduldsspiel mit teils ruppiger Zweikampfführung.

Beste Chance erst kurz vor Schluss

Ein wuchtiger Freistoß von Arsenal-Star Declan Rice (14.) brachte den ersten Hauch von Gefahr, strich aber knapp über die Latte. "Schnell, schnell, schnell", lautete eine von Tuchels Anweisungen in der ersten Trinkpause. Erneut Rice (37.) vergab per Kopf die nächste Gelegenheit, erst kurz vor der Pause kam Kane zu einem Abschluss, wurde aber geblockt.

Nach dem Seitenwechsel wagte sich Ghana etwas mehr aus der Deckung, viel mehr Platz bot sich den Engländern dennoch nicht. Es mangelte weiter an Tempo und Ideen. Bei einem Konter der Afrikaner musste Torhüter Jordan Pickford im Duell mit Prince Kwabena Adu alles riskieren (67.). In der Schlussphase vergab Adu eine weitere Chance (79.), dann köpfte Nico O'Reilly (86.) an die Latte, den Nachschuss aus fünf Metern schoss Kane deutlich drüber.

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