Im ersten Spiel verbuchten die Portugiesen zwar gewohnt viel Ballbesitz, strahlten jedoch kaum Torgefahr aus: Nur sieben Abschlüsse sprangen am Ende heraus, wobei der Führungstreffer durch João Neves in der sechsten Minute der einzige echte Schuss aufs Tor blieb. Martínez analysierte den Auftritt am Montag gewohnt sachlich: Seine Mannschaft sei gut gestartet, habe jedoch nach rund 20 Minuten Disziplin und Struktur verloren. Gegen Usbekistan soll das nun besser werden.
Zum Match-Center: Portugal vs. Usbekistan
"Wir sind stark, fokussiert und als Gruppe enger zusammengewachsen als je zuvor", betonte Martínez. "Das ist ein Prozess, und Druck oder Anspannung spüren wir nicht. Nach einem schwachen Ergebnis ist Kritik völlig normal. Manchmal ist sie unfair oder negativ, aber für unsere Vorbereitung spielt sie keine Rolle."

Personell kann der Trainer fast aus dem Vollen schöpfen: Bis auf Tomás Araújo sind alle Profis einsatzbereit. Besonders wichtig: Abwehrchef Rúben Dias, der zum Auftakt noch schmerzlich vermisst wurde, kehrt in die Mannschaft zurück.
Zudem stellte sich Martínez demonstrativ vor Cristiano Ronaldo. Dessen Leistung gegen den Kongo hatte in der Heimat Debatten darüber ausgelöst, ob der inzwischen 41-Jährige gegen Usbekistan vorerst auf der Bank Platz nehmen sollte. Für den Nationaltrainer steht das jedoch nicht zur Debatte: "Wir sind ein Team, das den Ball dominieren, aber auch schnell umschalten und kontern will. Dafür brauchst du einen Spieler, der mit seinen Laufwegen Räume reißt – und Cristiano ist darin nach wie vor einer der Besten. Er zerreißt sich seit Jahren für sein Land und ist ein absolutes Vorbild für die gesamte Mannschaft."
Sieg gegen Usbekistan ist Pflicht
Nachdem Kolumbien sein Auftaktspiel gegen Usbekistan souverän mit 3:1 gewonnen und damit die Tabellenführung in der Gruppe K übernommen hat, ist die Marschroute für die Seleção klar. Um mit den Südamerikanern Schritt zu halten und das Ticket für die K.-o.-Phase vorzeitig ins Visier zu nehmen, zählen gegen den Außenseiter nur drei Punkte.
Martínez blickt der Aufgabe optimistisch entgegen: "Die Enttäuschung über das erste Spiel teilen wir alle. Aber ich bin fest davon überzeugt, dass wir morgen eine Mannschaft sehen werden, die bereit ist, ihr Top-Niveau über die vollen 90 Minuten abzurufen."
