WM 2026 LIVE: Undav führt Power Ranking an – Schiri Zwayer meldet sich fit

Aktualisiert
WM 2026 LIVE: Tag 11 mit Spanien, Belgien und Co.
WM 2026 LIVE: Tag 11 mit Spanien, Belgien und Co.Flashscore // IMAGN IMAGES via Reuters/Troy Wayrynen

Zwei Favoriten, kein Sieg: Spanien und Belgien sind mit einer Enttäuschung in die FIFA WM 2026 gestartet. Am heutigen Sonntag wollen sich die beiden Mitfavoriten rehabilitieren, bevor in der Nacht die nominellen Außenseiter der Gruppen G und H ins Geschehen eingreifen. In unserem WM-Tracker verpasst du den ganzen Tag über nichts.

LIVE-Tracker zum 10. WM-Tag

Alle Partien des Tages

18:00 Uhr: Spanien vs. Saudi-Arabien | Gruppe H

21:00 Uhr: Belgien vs. Iran | Gruppe G

0:00 Uhr: Uruguay vs. Kap Verde | Gruppe H

3:00 Uhr: Neuseeland vs. Ägypten | Gruppe H

WM 2026 LIVE

10:53 Uhr - Super-Joker, Matchwinner, Turnier-Topscorer - Deniz Undav ist bisher einer der hervorstechenden Akteure der Weltmeisterschaft. Geht es nach dem neuen "FIFA Power Ranking" des Weltverbandes, ist der 29-Jährige gar der bislang beste Angreifer des Turniers - und verweist keinen Geringeren als Weltstar Lionel Messi auf Platz zwei.

Das neue Ranking-System, das auf Datenbasis objektiv die Leistungen der Profis bewerten soll, zeigt für Undav nach zwei erfolgreichen Partien gegen Curacao (7:1) und die Elfenbeinküste (2:1) den Bestwert von 9,22 an. Messi, der beim Auftakt Argentiniens mit drei Toren überragt hatte, steht nach erst einer absolvierten Partie bei 7,75. Es folgen Neuseelands Elijah Just (7,46), der niederländische Shootingstar Crysencio Summerville (7,34) und Brasiliens Ausnahmekönner Vinicius Junior (7,32).

Undav, der gegen die Elfenbeinküste nach seiner Einwechslung in der 60. Spielminute doppelt traf (68., 90.+4), führt die Scorerwertung mit drei Toren und zwei Assists an. Einige Teams, darunter Messis Argentinien, haben aber erst eine Partie absolviert.

Im Power Ranking der FIFA erhalten die Feldspieler in den drei Kategorien Offensive, Kreativität und Defensive jeweils einen Wert zwischen 0 und 10. In den Kategorien Kreativität und Defensive liegen Irans Ramin Rezaeian bzw. Kanadas Derek Cornelius ganz vorne. Die Rangliste wird nach jedem Spiel aktualisiert.

10:28 Uhr - Der deutsche Schiedsrichter Felix Zwayer darf zumindest aus medizinischer Sicht auf weitere Einsätze bei der Fußball-WM hoffen. Der 45 Jahre alte Berliner ist nach seiner aufsehenerregenden Behandlungspause gegen Ende seines WM-Debüts am vergangenen Freitag bei der Partie zwischen Co-Gastgeber USA und Australien (2:0) wieder "diensttauglich".

"Felix ist untersucht und wohlauf", sagte der deutsche Schiedsrichterchef Knut Kircher dem SID. Bei der Verletzung habe es sich laut Kircher um "eine Muskelkontraktion auf Basis einer unnormalen Bewegung" gehandelt: "Es geht ihm gut und er kann weiter im Turnier bleiben, was uns und ihn sehr freut."

Zwayer musste am Freitag in der Nachspielzeit behandelt werden, nachdem er zu Boden gesunken war. Letztlich konnte der Referee die Partie jedoch zu Ende bringen. "Felix hatte mit seinem ersten WM-Spiel einiges an Arbeit zu verrichten, er hat das gut gemacht inklusive VAR-Support", bewertete Kircher den Auftritt seines Schützlings.

10:05 Uhr - Auf nach Boston! Nach dem 2:1 (0:1) im zweiten Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste sowie dem 0:0 zwischen den Vorrundenrivalen Ecuador und Curacao ist der deutschen Nationalmannschaft Platz eins in Staffel E nicht mehr zu nehmen. Damit tritt der viermalige Weltmeister im Sechzehntelfinale am 29. Juni (22.30 Uhr MESZ/ZDF, MagentaTV und Flashscore-Audioreportage) in Foxborough bei Boston im Stadion des Football-Teams New England Patriots gegen einen Dritten an. Dieser kommt aus den Gruppen A, B, C, D oder F.

Damit gibt es noch 13 (!) mögliche Gegner für das erste deutsche K.o.-Spiel bei einer WM seit dem Finale 2014. Das FIFA-Reglement sieht für die Festlegung aller Duelle einer Mannschaft mit einem Dritten 495 (!) Kombinationsmöglichkeiten vor.

Für Deutschland ist die Lage dagegen fast schon übersichtlich. In der Gruppe A könnten Südkorea, Tschechien oder Südafrika noch Dritter werden. In der Gruppe B gilt dies für die Schweiz, Bosnien und Herzegowina sowie Katar. Aus der Gruppe C sind Rekordweltmeister Brasilien, Marokko oder Schottland mögliche Dritte, aus der Gruppe D Australien und Paraguay. Und in der Gruppe F kämen noch Schweden oder Japan infrage.

Bis Julian Nagelsmann und sein Team Bescheid wissen, wird es dauern. Der Bundestrainer sieht das locker. "Die anderen Gruppen können wir ja nicht beeinflussen. Es kommt eine gute Mannschaft auf uns zu – mal früher, mal später. Aber es sind sowieso alles gute Teams, die uns bevorstehen."

Julian Nagelsmann kann mit der DFB-Elf bereits für die K.o.-Runde planen.
Julian Nagelsmann kann mit der DFB-Elf bereits für die K.o.-Runde planen.REUTERS/Thomas Mukoya

Spätestens im Achtelfinale. Dort wartet in Philadelphia am amerikanischen Nationalfeiertag, dem 4. Juli (23.00 Uhr MESZ), möglicherweise der Erste der Gruppe I mit Frankreich, Norwegen und Senegal. Die weitere Reise ginge fürs Viertelfinale (9. Juli/22.00 Uhr MESZ) zurück nach Foxborough. In der Vorschlussrunde müsste die DFB-Auswahl in Arlington bei Dallas ran (14. Juli, 21.00 Uhr MESZ), das Finale steigt am 19. Juli (21.00 Uhr MESZ) in East Rutherford nahe New York. Dort findet am Donnerstag (22.00 Uhr MESZ/ARD und MagentaTV) auch das letzte Gruppenspiel gegen Ecuador statt.

10:00 Uhr - Drei Tore und zwei Vorlagen in 56 Minuten - einen besseren Joker als Deniz Undav hat die Fußball-WM selten gesehen. Bleibt der Matchwinner nach seinem Doppelpack gegen die Elfenbeinküste (2:1) also in seiner Rolle als Einwechselspieler verhaftet? "Das ist doch top für ihn gerade", sagte Bundestrainer Julian Nagelsmann nach dem vorzeitigen Einzug in die K.o.-Runde bei MagentaTV, "viel mehr Entscheider als er kann man nicht sein."

Dennoch sei es "nicht ausgeschlossen", ergänzte Nagelsmann, dass Undav im Gruppenfinale am Donnerstag (22.00 Uhr/ARD und MagentaTV) gegen Ecuador in East Rutherford in der Startelf stehe. Überhaupt war der Chef voll des Lobes für den Stürmer.

"Das erste Tor, das war super Timing von Deniz, den macht er unfassbar gut, der ist unheimlich schwer", sagte er. "Das zweite ist ein klassischer Deniz Undav." Nach einem "Topball" von Felix Nmecha sei es "brutal" gewesen, wie sich der Torjäger "wegschleicht im Rücken, der Kontakt ist Wahnsinn".

Experte Thomas Müller sah das genauso. "Das ist das Stürmer-Gen! Er nimmt ihn an und weiß, das ist eine Schusssituation - nix Neues bei Deniz. Immer, wenn die Räume aufgehen: Viel Spaß mit Undav."

Also bleibt er Joker, "pusht" die anderen, wie Abwehrchef Jonathan Tah lobend hervorhob, und hält ansonsten still? "Sie können ja mal André Schürrle fragen, ob er glücklich mit 2014 war", sagte Mats Hummels. Schürrle war der Undav der Rio-Weltmeister - und legte im Finale den Siegtreffer von Mario Götze auf.

Vom Titel wollte Nagelsmann aber noch nicht sprechen. "Vor drei Wochen lag noch alles in Schutt und Asche", sagte er und erinnerte seine Elf an seine Vorgabe: "Einfach die Aufgaben abarbeiten, die vor uns liegen."

9:23 Uhr - Nationalspieler Nico Schlotterbeck droht eine längere Pause. Der Innenverteidiger von Borussia Dortmund habe "irgendwas am Innenband, er muss morgen ins MRT. Es sieht auf jeden Fall nicht ganz so gut aus - leider", sagte Bundestrainer Julian Nagelsmann nach dem 2:1 (0:1)-Sieg gegen die Elfenbeinküste im ZDF. Eine Untersuchung am Sonntag soll genaueren Aufschluss über die Schwere der Verletzung geben, MagentaTV berichtete vom Verdacht auf einen Innenbandriss.

Schlotterbeck war am Samstag zur Pause angeschlagen ausgewechselt worden. Der 26-Jährige klagte in Toronto nach einem Zweikampf mit Amad Diallo über Schmerzen. Schlotterbeck wurde zunächst mit Eis behandelt, kam wieder ins Spiel und wurde dann doch ausgetauscht. Nagelsmann entschied sich für Antonio Rüdiger als Ersatz. Der Abwehrspieler von Real Madrid hatte sich auf eine WM in der zweiten Reihe eingestellt.

"Er hat die Qualität mit dem linken Fuß im Spielaufbau, diese Verlagerungsqualität können wir nicht eins zu eins ersetzen", sagte Experte Thomas Müller bei MagentaTV über einen möglichen Schlotterbeck-Ausfall und ergänzte: "Er hat auch diese Stärke in der Offensive bei den Standardsituationen. Da war er ganz klar Zielspieler. Aber Toni kann das auch, das muss sich nur wieder einspielen."

Rückblick auf Samstag

"Feuerwehrmann" Hervé Renard ist auf seiner Rettungsmission mit Tunesien krachend gescheitert. Die Nordafrikaner unterlagen im 1000. Spiel der WM-Geschichte hochverdient 0:4 (0:2) gegen Japan und haben keine Chance mehr auf die K.o.-Runde. Die Adler von Karthago hatten sich nach der deutlichen Auftaktniederlage gegen Schweden (1:5) von Trainer Sabri Lamouchi getrennt und unter Renard auf die Wende gehofft. Mehr Infos

Debütant Curacao hat sich mit viel Herz und mutigem Offensivdrang den ersten Punkt seiner WM-Geschichte erkämpft und der DFB-Elf den vorzeitigen Gruppensieg beschert. Die Mannschaft von Nationaltrainer Dick Advocaat kam in Kansas City zu einem nicht unverdienten 0:0 gegen den nächsten deutschen Gegner Ecuador. Knapp eine Woche nach der Pleite gegen Deutschland (1:7) fügte Curacao auch dank seines herausragenden Torhüters Eloy Room seinem Fußball-Märchen eine Erfolgsgeschichte hinzu. Mehr Infos

Super-Joker Deniz Undav hat die deutsche Nationalmannschaft nach ihrem Raketenstart auf Flughöhe gehalten - und vorzeitig in die K.o.-Runde geschossen. Der eingewechselte Stuttgarter drehte gegen die Elfenbeinküste in Toronto das Spiel und sicherte beim 2:1 (0:1) den nächsten Dreier. Damit ist der DFB-Elf das erstmalige Weiterkommen seit dem Triumph von 2014 nicht mehr zu nehmen.

Die Elfenbeinküste warf alles rein in dieses Match - das DFB-Team reagierte stark.
Die Elfenbeinküste warf alles rein in dieses Match - das DFB-Team reagierte stark.REUTERS/Benoit Tessier

Angeführt von den beiden Doppelpackern Brian Brobbey und Cody Gakpo hatten die Niederlande am frühen Abend ihren Stotterstart vergessen gemacht und Kurs auf die K.o.-Runde genommen. Im europäischen Duell der Gruppe F gewann die Elftal auch dank des goldenen Händchens von Bondscoach Ronald Koeman in Houston hochverdient mit 5:1 (2:0) gegen Schweden und übernahm die Tabellenführung. Mehr Infos

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