Mit Flashscores neuem Bewertungssystem für Spieler haben wir das Team der Gruppenphase zusammengestellt und die beste Elf aus allen 48 teilnehmenden Nationen auf Basis des Notendurchschnitts ausgewählt. Spieler mussten dabei mindestens 150 Minuten gespielt haben, um berücksichtigt zu werden. Hier ist unser Team:

Torwart
Patrick Beach (Australien) 7,5
Australiens Trainer Tony Popovic traf die mutige Entscheidung, Kapitän Mathew Ryan für dieses Turnier auf die Bank zu setzen – und das zahlte sich voll aus, denn Beach von Melbourne City rückte ins Rampenlicht.
Beach zeigte beim beeindruckenden 2:0-Sieg seiner Mannschaft gegen Türkei im Auftaktspiel eine überragende Leistung und parierte acht Schüsse – damit machte er sich einen Namen. Auch wenn danach eine 0:2-Niederlage gegen die USA folgte, sicherte sich Australien mit einem 0:0 gegen Paraguay den zweiten Platz. Im Sechzehntelfinale wartet nun Ägypten.

Abwehr
Marc Guehi (England) 8,4
Nachdem Guehi beim Auftaktsieg Englands gegen Kroatien überraschend nicht zum Einsatz kam, wurde der Manchester-City-Verteidiger gegen Ghana und Panama wieder in die Startelf beordert und trug dazu bei, dass die Three Lions zweimal in Folge ohne Gegentor blieben und sich ein Duell mit DR Kongo im Sechzehntelfinale sicherten.
Obwohl er ein Spiel weniger absolvierte, hatte kein englischer Verteidiger mehr Klärungen (7), abgefangene Bälle (2), Ballgewinne (8) oder gewonnene Zweikämpfe (16) als Guehi – das unterstreicht seine Bedeutung für das Team.
Die englische Defensive wirkte bei diesem Turnier bislang wacklig, daher wird man auf Guehi als Führungsspieler setzen müssen, wenn England erstmals seit 1966 wieder den WM-Titel holen will.
Pau Cubarsi (Spanien) 8,1
Spanien hat bei diesem Turnier noch kein einziges Gegentor kassiert. Die Europameister sind extrem gut organisiert und strukturiert, und ihre Abwehrspieler prägen maßgeblich das Spielsystem.
Die Spanier werden mit ihrem ballbesitzorientierten Fußball viele Gegner dominieren, und der Mut sowie das Selbstvertrauen ihrer Innenverteidiger sind dafür entscheidend.
Cubarsi hat die drittmeisten Pässe (289) des Turniers mit einer Passquote von 98,3 % gespielt und die siebtmeisten Ballkontakte (314) gesammelt. Er bildet ein starkes Duo mit dem nächsten Spieler in dieser Elf.
Aymeric Laporte (Spanien) 8,1
Ähnlich wie Cubarsi hat auch Laporte seine Qualitäten am Ball gezeigt, mit den zweitmeisten vertikalen Pässen (104) bei dieser WM und den fünftmeisten Ballkontakten (333). Mit 1,91 m nutzt er zudem seine Körpergröße und gewann neun Kopfballduelle.
Spaniens Offensive ist noch nicht voll ins Rollen gekommen, aber solange die Defensive so stabil bleibt, wird es für die Gegner schwer. Im Sechzehntelfinale wartet Österreich.
Mittelfeld
Ousmane Dembélé (Frankreich) 8,3
Obwohl Dembélé aktuell den Ballon d'Or hält, waren die französischen Fans nicht immer von seinen Leistungen im Nationaltrikot überzeugt. Doch nach einem schwierigen ersten Spiel der Équipe Tricolore gegen Senegal brachte eine Positionsänderung die Wende für Dembélé.
Nachdem er sich auf der Zehn nicht wohlfühlte, stellte Didier Deschamps ihn auf den rechten Flügel – und Dembélé blühte auf.
Der PSG-Profi erzielte ein Tor und bereitete eines gegen Irak im zweiten Spiel vor, ehe er gegen Norwegen in den ersten 32 Minuten einen herausragenden Hattrick schnürte – den zweitschnellsten der WM-Geschichte.
Es scheint, als sei Dembélé endgültig auf der WM-Bühne angekommen – eine beängstigende Aussicht für die Konkurrenz Frankreichs. Im Sechzehntelfinale geht es nach dem Gruppensieg in Gruppe I gegen Schweden.
Michael Olise (Frankreich) 8,0
Durch die bereits erwähnte taktische Umstellung Frankreichs rückte Olise auf die Zehn – eine Position, in der er sich nach eigenen Angaben am wohlsten fühlt.
Olise wurde in den letzten Tagen zum Spieler der Saison beim FC Bayern München gekürt und hat seine beeindruckende Vereinsform auch auf die Nationalmannschaft übertragen, wo er das Spiel einer mit Stars gespickten Elf lenkt.
Ein Tor gelang ihm bei diesem Turnier zwar noch nicht, dafür aber bereits drei Assists – gemeinsam die meisten. Zudem spielte er die meisten Steilpässe (7) und harmoniert hervorragend mit Kylian Mbappé.
Als einer der elegantesten und spielfreudigsten Akteure im Weltfußball wird Frankreich auf seine Kreativität setzen, um im weiteren Turnierverlauf auch kompakte Abwehrreihen zu knacken.
Leandro Trossard (Belgien) 8,2
Während sich viele Blicke auf Kevin De Bruyne, Jeremy Doku und Youri Tielemans richteten, spielte Trossard bislang eine herausragende WM und war Belgiens bester Akteur.
Die Belgier konnten bei dieser WM bislang nicht vollends überzeugen, setzten sich aber dennoch als Gruppenerster durch und treffen nun im Sechzehntelfinale auf Senegal.
Nach zwei Unentschieden gegen Ägypten und Iran fegte Belgien Neuseeland mit 5:1 vom Platz – Trossard zeigte dabei mit einem Doppelpack seinen Torriecher.
Auch seine technische Klasse und Ruhe am Ball stachen hervor: Kein Spieler kreierte bei dieser WM mehr Chancen (13), und mit 187 Ballkontakten liegt er bei den Offensivspielern auf Rang zwei.
Vinicius Junior (Brasilien) 8,2
Vinicius Junior konnte nicht immer sein Topniveau im Nationalteam abrufen, doch mit einem furiosen Start ins Turnier hat er alle Zweifel ausgeräumt und gezeigt, warum er zu den besten Spielern der Welt zählt.
Der brasilianische Superstar traf in jedem Gruppenspiel, erzielte insgesamt vier Tore und bereitete ein weiteres vor – damit steht Brasilien nach dem Gruppensieg in Gruppe C vor einem schwierigen Duell mit Japan im Sechzehntelfinale.
Gemeinsam mit Mbappé hatte Vinicius die meisten Ballkontakte im gegnerischen Strafraum (27) und versuchte die meisten Dribblings (23). Mit seinem ständigen Zug zum Tor und seiner Angriffslust ist er für jeden Verteidiger ein Albtraum.

Angriff
Lionel Messi (Argentinien) 8,9
Was soll man über den Ausnahmekönner noch sagen? Messi startete in dieses Turnier wie gewohnt unwiderstehlich und widerlegte eindrucksvoll alle Kritiker, die sein Alter hervorhoben.
Der Maestro erzielte im Auftaktspiel Argentiniens gegen Algerien einen brillanten Hattrick und ließ dabei Erinnerungen an klassische Messi-Tore aufleben. Anschließend traf er doppelt gegen Österreich und kam gegen Jordanien von der Bank, um einen Freistoß zu verwandeln.
Aktuell führt er das Golden-Boot-Ranking an, Argentinien trifft im Sechzehntelfinale auf Kap Verde. Messi hat Miroslav Klose als WM-Rekordtorschütze mit 19 Treffern überholt und ist zudem der erste Spieler, der in sieben WM-Spielen in Folge getroffen hat.
Solange Messi in dieser Form aufläuft, sind die Titelverteidiger echte Favoriten.

Erling Haaland (Norwegen) 9,0
Haaland bleibt ein absolutes Phänomen vor dem Tor: Mit vier Treffern in zwei Spielen führte er Norwegen erstmals seit 28 Jahren in die K.-o.-Runde.
Zwei Doppelpacks gegen Irak und Senegal zeigten, wie gnadenlos effizient er ist, sobald sich eine Chance bietet – und auch im Rennen um den Goldenen Schuh ist er nun mittendrin.
Gegen Frankreich kam er nicht zum Einsatz, da Norwegen komplett rotierte – sehr zum Ärger vieler Fans. Ein ausgeruhter, hungriger Haaland dürfte für die Elfenbeinküste im Sechzehntelfinale eine echte Herausforderung werden.
Kylian Mbappé (Frankreich) 8,6
Mit gerade einmal 27 Jahren hat sich Mbappé längst als einer der größten WM-Spieler aller Zeiten etabliert – 16 Tore insgesamt, darunter vier in den ersten drei Spielen dieses Turniers. Ganz nebenbei ist er nun auch Rekordtorschütze Frankreichs.
Nach zwei Doppelpacks gegen Senegal und Irak zeigte Mbappé im letzten Gruppenspiel mit zwei Assists für Dembélé, dass er noch mehr Qualitäten besitzt.
Frankreichs Offensivpower ist beeindruckend – kein Wunder, dass viele Experten sie als Favoriten auf den WM-Titel am 19. Juli sehen.
