Füchse hoffen auf Boost durch Pokalgewinn – Darj muss die Trophäe bewachen

Max Darj ist offizieller Hüter des DHB-Pokals
Max Darj ist offizieller Hüter des DHB-PokalsČTK / imago sportfotodienst / Maximilian Koch

Max Darj trug den silbernen DHB-Pokal in seinen Armen und grinste. "Ich gebe ihn nicht Bob Hanning. Ich behalte ihn und stelle ihn zu Hause hin, da ist er safe", sagte der Kapitän der Füchse Berlin lachend. Anders als die Meisterschale vor wenigen Monaten soll der Pokal den Berlinern diesmal unter keinen Umständen abhandenkommen.

Geschäftsführer Hanning konnte mit dem Vorschlag seines Anführers gut leben. Das müsse "auf jeden Fall" Max Darj machen, "der hat ihn noch nie gewonnen und der geht heute mit ihm ins Bett", sagte Hanning nach dem zweiten Berliner Triumph nach 2014 zufrieden. 

Der Füchse-Boss hofft, die Euphorie aus dem 42:33 (22:17) im Finale gegen den Bergischen HC in die folgenden Wochen zu tragen. 

Schon am Donnerstag (19 Uhr/Dyn) steht das wegweisende Bundesliga-Duell gegen den VfL Gummersbach an, in der Woche darauf folgt das Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League bei Veszprém HC.

Die kommenden Aufgaben der Füchse
Die kommenden Aufgaben der FüchseFlahscore

"Den Pokal mit nach Hause nehmen zu können, das ist auch weitere Motivation für die jetzt kommenden Aufgaben", sagte Hanning. In der Bundesliga kämpfen die Berliner um eine gute Ausgangslage für eine mögliche direkte Qualifikation für die Champions League. In der Königsklasse wartet nach dem Duell mit Veszprém im Erfolgsfall das Final Four Mitte Juni – erneut in der Kölner Lanxess Arena. 

"Wir haben Riesen-Bock darauf, zurückzukommen", sagte Welthandballer Mathias Gidsel, der erstmals eine Trophäe in der Kölner Lanxess-Arena gewann. "Jetzt haben wir ein gutes Momentum und müssen versuchen, das zu behalten."

Sorgen um die Trophäe

Zuvor sollte der Pokal-Triumph aber gefeiert werden, Hanning schickte bei seinem Party-Befehl aber auch mahnende Worte mit. "Wir haben, als wir die deutsche Meisterschaft gewonnen haben, vielleicht ein bisschen viel gefeiert, und dann hat so ein bisschen der Fokus gefehlt. Ich hoffe, dass wir auch daraus ein Stückchen lernen", sagte der 58-Jährige.

Besonderes Augenmerk will er auf die Sicherung der Trophäe legen. Die Meisterschale war wenige Monate nach dem historischen ersten Meistertitel nach einem Einbruch als gestohlen gemeldet worden, im Vormonat tauchte sie dann unversehrt im Keller der Berliner Geschäftsstelle wieder auf.

Nun habe man vorgesorgt, versicherte Hanning schmunzelnd: "Wir haben das Sicherheitssystem in der Füchse-Geschäftsstelle hochgefahren. Wir sind also dermaßen gewappnet für den nächsten Angriff."