Nach seinem deutlichen Zeichen an Jürgen Klopp fiel Niclas Füllkrug nahezu jedem um den Hals, der ihm in die Quere kam.
Der Torgarant von Werder Bremen strahlte, riss die Fäuste nach oben und ließ sich von seinen Mitspielern feiern. Füllkrug führte die Norddeutschen durch das 3:2 (2:1) beim FSV Mainz 05 an die Spitzengruppe heran, vor allem aber unterstrich er seinen Anspruch auf eine Rückkehr ins deutsche Nationalteam.

"Es war ein unglaublich umkämpftes Spiel. Wir haben in den richtigen Momenten getroffen", sagte Füllkrug bei Sky. Er schwärmte von einer "tollen Leistung" seiner Mannschaft.
Match-Center: Mainz vs. Bremen
Großes Lob von Thioune
Die Wut bei seiner Auswechslung begründete der Angreifer mit seiner Erschöpfung: "Je kaputter man ist, desto größer die Emotion. Das war hitzig – und witzig jetzt im Nachhinein." Füllkrug, lobte Trainer Daniel Thioune, "ist unser Leuchtturm – und er leuchtet gerade stark".
Denn Füllkrug trifft einfach weiter, wie er will: Mit zwei verwandelten Foulelfmetern (7./25.) trug der 33-Jährige maßgeblich zum dritten Saisonsieg der Grün-Weißen bei.

Seine Zahlen sind beeindruckend: Füllkrug ( der sich nach dem Abpfiff noch eine Auseinandersetzung mit dem Mainzer Nadiem Amiri geliefert hatte) traf durch seine Saisontore sieben und acht im sechsten Ligaspiel in Folge - dies war in Bremen zuvor nur Rudi Völler gelungen (82/83). Dazu war Ludovit Reis (61.) für die Gäste erfolgreich.
Ärger beim FSV
Mainz verpasste trotz der Tore von Anthony Caci (33.) und Jae-Sung Lee (63.) den ersten Heimsieg der Saison, zuletzt hatte der FSV im März in der Liga zu Hause gewonnen. "Mir geht es auf den Sack, dass wir zu Hause immer den Anfang verschlafen", schimpfte Amiri.
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