ÖFB-Team pfeift auf WM-Rechenspiele: "Spielen, um zu gewinnen"

Stefan Posch
Stefan PoschTorbjorn Tande / DeFodi Images / Profimedia

Nach der 0:2-Niederlage gegen Argentinien richtet das österreichische Nationalteam den Fokus voll auf das Gruppenfinale gegen Algerien. Obwohl bereits ein Remis für den Aufstieg reichen würde, wollen Stefan Posch und Kevin Danso von taktischen Rechenspielen nichts wissen.

Die Niederlage gegen Argentinien ist im österreichischen Lager rasch aufgearbeitet worden. Nach der Rückkehr ins Basecamp nach Santa Barbara richtet sich die gesamte Aufmerksamkeit auf das abschließende Gruppenspiel gegen Algerien am Sonntag in Kansas City.

Für Österreich geht es dabei um den Einzug in die K.O.-Phase der Weltmeisterschaft. Die Ausgangslage ist komfortabel: Hinter dem bereits qualifizierten Argentinien liegen Österreich und Algerien mit jeweils drei Punkten, wobei die Rangnick-Elf dank der besseren Tordifferenz bereits ein Unentschieden zum Aufstieg reichen würde.

Von dieser Ausgangsposition wollen die Spieler allerdings nichts wissen. „Wir gehen in das Spiel, um es zu gewinnen. Was dabei herauskommt, wissen wir nicht. Für uns stellt sich die Frage nicht, was danach kommt“, betonte Stefan Posch.

Posch trotz Kieferbruch einsatzbereit

Der Verteidiger hatte beim Auftaktsieg gegen Jordanien einen Kieferbruch erlitten und stand gegen Argentinien bereits mit einer Spezialmaske auf dem Platz. „Die Maske hat mich nicht wirklich behindert. Das Sichtfeld ist frei. Das war echt in Ordnung“, erklärte Posch. Ganz schmerzfrei sei er allerdings noch nicht: „Ich habe aber schon noch Schmerzen – mal mehr und mal weniger.“

 

 

Die Partie gegen Algerien verfolgte der Abwehrspieler gemeinsam mit seinen Teamkollegen aufmerksam. Besonders die technischen Fähigkeiten der Nordafrikaner sind ihm aufgefallen.

„Wir haben das Spiel von Algerien zusammen geschaut. Sie haben sich auch schwergetan gegen Jordanien. Algerien hat eine gute, griffige Mannschaft, die technisch sehr gut ist. Wir werden das in den nächsten Tagen noch genauer analysieren.“

Danso fordert defensive Stabilität

Auch Kevin Danso erwartet eine anspruchsvolle Aufgabe gegen den zweifachen Afrikacup-Sieger. „Ich kenne einige Spieler von Algerien aus der Ligue 1. Sie sind eine technisch versierte und offensiv gute Mannschaft. Wir müssen gut dagegenhalten und gut verteidigen, dann können wir dieses Spiel sicher gewinnen“, sagte der Innenverteidiger.

 

 

Für ihn liegt der Schlüssel zum Erfolg vor allem in der Arbeit gegen den Ball. „Wir müssen gut gegen den Ball sein, wollen hinten zu Null spielen und müssen vorne unsere Tore machen.“

Mehr Durchschlagskraft im letzten Drittel gefragt

Gegen Argentinien überzeugte Österreich über weite Strecken mit einer mutigen und disziplinierten Leistung, ließ im Offensivspiel aber die nötige Präzision vermissen. Genau dort sieht auch Posch den größten Verbesserungsbedarf. „Wir müssen im letzten Drittel genauer sein, Gefahr ausstrahlen und unsere Chancen, die wir haben, nutzen.“