Abschied des Generals
Didier Deschamps ist der einzige aktuelle Coach, der sowohl als Spieler (1998) als auch als Trainer (2018) Weltmeister wurde. Überhaupt gelang dieses Kunststück neben dem 57-Jährigen nur zwei weiteren Legenden: Franz Beckenbauer (1974 und 1990 für Deutschland) und Mário Zagallo (1958, 1962 und 1970 mit Brasilien).
Für Deschamps ist es die letzte WM-Teilnahme, er wird sein Amt als Nationaltrainer von Frankreich höchstwahrscheinlich zurücklegen.

Dauerbrenner
Marcelo Bielsa (Uruguay) und Dick Advocaat (Curacao) nehmen zum dritten Mal als Trainer an einer Weltmeisterschaft teil – und das für die jeweils dritte Nation.

Bielsa coachte bereits bei den Endrunden 2002 (Argentinien) und 2010 (Chile), Advocaat 1994 (Niederlande) und 2006 (Südkorea). Ihr dritte WM-Teilnahme feiern auch Javier Aguirre (Mexiko), Roberto Martínez (Portugal, davor Belgien) und Zlatko Dalic (Kroatien), Didier Deschamps (Frankreich) ist sogar bereits zum vierten Mal dabei.
Der Brasilianer Carlos Alberto Parreira hält mit sechs Teilnahmen für fünf verschiedene Nationen den Rekord.
Trainerprofile zur Fußball-WM 2026
Weltenbummler
Argentinien stellt die meisten Trainer bei dieser der WM. Mit Lionel Scaloni (Argentinien), Néstor Lorenzo (Kolumbien), Marcelo Bielsa (Uruguay), Sebastián Beccacece (Ecuador), Gustavo Alfaro (Paraguay) und Mauricio Pochettino (USA) kommen sechs Trainer aus dem Land des Titelverteidigers.
Frankreich stellt fünf Coaches, Spanien vier. Aus Deutschland sind mit Bundestrainer Julian Nagelsmann, Ralf Rangnick (Österreich) und Thomas Tuchel (England) drei Trainer vertreten.

Praktische Erfahrung
Zahlreiche Trainer haben bereits Erfahrung als Spieler bei einer WM-Endrunde gesammelt. In Didier Deschamps und Fabio Cannavaro wurden zwei sogar mit ihren Teams Weltmeister.

Die Liste: Carlo Ancelotti (Italien/jetzt Brasilien), Fabio Cannavaro (Italien/jetzt Usbekistan), Didier Deschamps (Frankreich), Javier Aguirre (Mexiko), Hossam Hassan (Ägypten), Ronald Koeman (Niederlande), Néstor Lorenzo (Argentinien/jetzt Kolumbien), Myung-bo Hong (Südkorea), Mauricio Pochettino (Argentinien/jetzt USA), Tony Popovic (Australien), Lionel Scaloni (Argentinien), Jamal Sellami (Marokko/jetzt Jordanien), Stale Solbakken (Norwegen), Pape Thiaw (Senegal), Hugo Broos (Belgien/jetzt Südafrika) Julen Lopetegui (Spanien/jetzt Katar), Emerson Faé (Elfenbeinküste), Vincenzo Montella (Italien/Türkei)
Jungspund
DFB-Trainer Julian Nagelsmann ist mit 38 Jahren der jüngste unter den aktuellen Trainern. Überhaupt ist keiner seiner Kollegen jünger als 40. Vom Rekord ist Nagelsmann jedoch weit entfernt. Der Argentinier Juan José Tramutola war als Nationaltrainer seines Heimatlandes bei der WM-Premiere 1930 im ersten Spiel gegen Frankreich 27 Jahre und 267 Tage alt.

Biblisches Alter
Dick Advocaat sorgt für einen neuen Rekord. Der 78-Jährige wird als Nationaltrainer Curacaos zum ältesten Coach, der je bei einer WM teilgenommen hat. Er löst Otto Rehhagel ab, der bei der WM 2010 mit 72 Jahren bei Griechenland auf der Trainerbank saß.

