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Rapid weiter on fire - „Vor fünf Monaten hätten wir so ein Spiel nicht gewonnen“

Nosa Dahl erzielte gegen Hartberg einen Doppelpack
Nosa Dahl erzielte gegen Hartberg einen DoppelpackČTK / imago sportfotodienst / Yigit Oerme

Acht Siege aus neun Spielen: Rapid bleibt nach dem 3:1-Heimerfolg gegen Hartberg auf Erfolgskurs. Trainer Johannes Hoff Thorup sieht darin einen Beleg für die Entwicklung seiner Mannschaft, übt aber auch Selbstkritik. Doppelpacker Petter Nosa Dahl betont den Zusammenhalt im Team.

„Vor fünf Monaten hätten wir so ein Spiel nicht gewonnen, jetzt schon.“ Mit diesen Worten brachte Rapid-Trainer Johannes Hoff Thorup den 3:1-Heimsieg gegen den TSV Hartberg auf den Punkt. Die Hütteldorfer hatten am Freitagabend vor 20.797 Zuschauern ihren achten Sieg im neunten Bundesliga-Spiel gefeiert und damit die Tabellenführung weiter gefestigt.

Trotz des Erfolgs war der Däne mit dem Auftritt seiner Mannschaft nicht restlos zufrieden. „Wir sind glücklich. Aber es gab auch viele Dinge, die besser sein könnten“, erklärte Hoff Thorup nach dem Schlusspfiff.

Zum Match-Center: SK Rapid vs. TSV Hartberg

Rapid hatte durch einen Doppelpack von Petter Nosa Dahl (6., 45.+1) bereits zur Pause mit 2:0 geführt. Die Gäste aus der Steiermark verkürzten kurz nach Wiederbeginn durch Magnus Dalpiaz (49.), ehe Jannes Horn in der 81. Minute den Endstand herstellte.

Hoff Thorup: „Wir haben hohe Standards“

Besonders die Phasen nach dem frühen Führungstreffer bereiteten dem Rapid-Trainer Kopfzerbrechen. Hartberg übernahm zwischenzeitlich die Initiative und kam zu mehreren guten Möglichkeiten. Ein vermeintlicher Ausgleich durch Marco Hoffmann wurde wegen einer knappen Abseitsstellung aberkannt, Hamacire Diarra traf später die Außenstange.

 

Match-Statistik: SK Rapid vs. TSV Hartberg
Match-Statistik: SK Rapid vs. TSV HartbergFlashscore

 

„Wir haben hohe Standards für unser Spiel, davon wollen wir nicht abrücken. In manchen Phasen waren wir nicht gut genug positioniert. Vielleicht war unser Matchplan nicht genau genug“, analysierte Hoff Thorup selbstkritisch.

Gleichzeitig würdigte er den Auftritt der Gäste. Hartberg habe es sehr stark gemacht und in den vergangenen Wochen eine bemerkenswerte Entwicklung genommen. Dass Rapid trotz dieser Schwierigkeiten die drei Punkte holte, wertete der Trainer als Zeichen der gewachsenen Reife seiner Mannschaft.

Dahl hebt Zusammenhalt hervor

Eine entscheidende Rolle spielte einmal mehr Petter Nosa Dahl. Der Norweger brachte Rapid früh in Führung und vollendete unmittelbar vor der Pause eine sehenswerte Kombination über Yusuf Demir, Tonni Adamsen und Ercan Kara zum 2:0.

Nach dem Spiel stellte der Doppelpacker jedoch nicht seine persönliche Leistung, sondern die Geschlossenheit des Teams in den Vordergrund. „Es war ein hartes Spiel, Hartberg hat eine tolle Mannschaft. Es ist wichtig, genau diese Spiele zu gewinnen. Wir spielen füreinander, erkämpfen Bälle zurück – das ist wichtig für unseren Erfolg“, betonte Dahl.

 

Nosa Dahl lieferte eine Top-Leistung ab
Nosa Dahl lieferte eine Top-Leistung abFlashscore

 

Auch Ercan Kara sah im Sieg einen Beleg für die Mentalität der Hütteldorfer. „Es fühlt sich gut an, weil es keine einfache Partie war“, erklärte der Stürmer. Trotz einiger schwächerer Phasen habe Rapid die Begegnung insgesamt kontrolliert.

Der Druck in Hütteldorf sei zwar stets hoch, die Mannschaft wolle ihren erfolgreichen Weg aber konsequent fortsetzen.

Schopp: „Die Niederlage tut weh“

Auf der Gegenseite überwog bei Hartberg-Trainer Markus Schopp die Enttäuschung über das Ergebnis. Mit der Leistung seiner Mannschaft zeigte sich der Steirer dennoch zufrieden. „Wir haben ein richtig gutes Spiel gesehen – gegen einen richtig guten Gegner. Kleinigkeiten macht der Gegner besser, Rapid ist sechs Monate weiter als wir“, erklärte Schopp.

Hartberg hatte sich nach dem frühen Rückstand zahlreiche Chancen erarbeitet und auch nach dem 0:2 nicht aufgegeben. Am Ende reichte es dennoch nicht, um Rapids Erfolgsserie zu stoppen. „Die Niederlage tut weh, aber wir werden ganz viele Dinge daraus lernen“, so Schopp.

Für die Oststeirer endete damit eine Serie von sechs Pflichtspielen ohne Niederlage. Rapid hingegen bleibt mit acht Siegen aus neun Runden an der Tabellenspitze. Verfolger Salzburg kann am Sonntag mit einem Erfolg gegen Altach wieder bis auf drei Punkte herankommen.

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