Der Fall unterstreiche aus deutscher Perspektive die Bedeutung der 50+1-Regel, betonte Rettig. Manchester City habe "den Geist, nur das Geld auszugeben, was durch zurechenbare Einnahmen generiert wurde, mit Füßen" getreten.
Die Vergehen der Skyblues seien zugleich aber nur die "sichtbarste Spitze des Eisbergs". In Deutschland stehe "das Kulturgut 50+1 solchen Auswüchsen entgegen".
ManCity & der Finanzskandal
Manchester City wurde am 29. September wegen ernsthafter Verstöße gegen die Finanzregularien der Premier League in 114 von 115 Anklagepunkten schuldig gesprochen. Dem Verein droht im schlimmsten Fall der Zwangsabstieg.
Das Urteil beschäftigt weiterhin die Gerichte, denn City hat Einspruch eingelegt. Hier findest du sämtliche Informationen zum Finanzskandal!
Kritik an Leipzig
Mit Blick auf die Regel, die den Einfluss externer Investoren auf die deutschen Profiklubs begrenzt, übte Rettig zudem erneut Kritik an RB Leipzig. Der Klub müsse im Vergleich mit Bayer Leverkusen und dem VfL Wolfsburg differenziert betrachtet werden.
Leipzig habe in seiner Entstehung "den Geist von 50+1 eben nicht erfüllt, allein schon durch die Frage der fehlenden Mitgliederbestimmung. Leipzig hat den SSV Markranstädt stattdessen von innen heraus okkupiert. Das ist ein klarer Umgehungstatbestand, gegen die Vorgaben von 50+1." RB müsse sich "für Mitbestimmung durch Mitglieder öffnen. Das ist ohnehin längst überfällig."
Appell an Leverkusen & Wolfsburg
Die Werksklubs Leverkusen und Wolfsburg könnten, so Rettig, dem Vorbild Dietmar Hopps bei der TSG Hoffenheim folgen und "ihre Stimmrechte an die eingetragenen Vereine zurückgeben". Dies würde nebenbei auch "einen immensen Imagegewinn in der Fanszene" nach sich ziehen, glaubt der scheidende DFB-Geschäftsführer.
