Das war ein kurzer Abend für Mark Selby. Nachdem der "Jester from Leicester" am morgen ein vorentscheidendes 7:2 gelang, gewann er die zweite Session ohne Frame-Verlust und setzte sich so mit 10:2 gegen Jak Jones durch.
Wie in der ersten Session brillierte Selby aber nicht mit hohen Breaks. Der viermalige Weltmeister hatte auch am Abend immer wieder Schwierigkeiten im Stellungsspiel und verschoss auch mal leichtere Kugeln.
Zum Match-Center: Selby vs. Jones
Mark Selby trifft auf Wu Yize
Doch auch Jones blieb fehleranfällig und konnte die Chancen, die Selby ihm anbot, weiterhin nicht nutzen. So stellte Selby mit kleineren Breaks auf 8:2. Im Folgeframe war Jones besser drin, er hätte ihn eigentlich sogar gewinnen müssen. Doch der Waliser verschoss beim Endspiel auf den Farben mit Gelb den Frameball - Selby bedankte sich für die Möglichkeit und gewann den Frame auf Schwarz.
Auch im finalen Frame hatte Jones seine Chancen und schnupperte mit zwei Roten auf dem Tisch am Frame. Nachdem er eine davon aber lochte, verschoss er die anschließende Farbe wild. Nach einem kurzen Safety-Duell war aber wieder Selby der nervenstärkere Spieler und entschied das Match im Schnelldurchgang. Im Achtelfinale bekommt es Selby mit Wu Yize zu tun, der wie Selby seine Erstrundenpartie gegen Lei Peifan klar mit 10:2 für sich entschied.
Neil Robertson überrascht mit mentalem Aussetzer
Auf dem Nebentisch ging es deutlich enger zur Sache. Neil Robertson erwischte gegen Pang Junxu den besseren Start und schnappte sich nach einem engen ersten Frame die Führung.
Im Folgeframe unterlief ihm jedoch ein kurioser Aussetzer: Nach einer verschossenen Schwarzen mit drei Roten auf dem Tisch und 47 Punkten Rückstand gab er den Frame zur Überraschung aller Zuschauer auf. Der Frame war mit 51 Punkten auf dem Tisch noch in Reichweite. Schiedsrichter Terry Camilleri verwarnte ihn anschließend wegen unsportlichen Verhaltens, doch der Australier war sich keiner Schuld bewusst und entgegnete, der Rückstand hätte 57 Punkte betragen. Als ihm sein Fehler bewusst wurde, stellte er klar, dass er sich schlicht und ergreifend verrechnet hatte - Szenen, die das Crucible Theatre auch nicht alle Tage sieht.
Zum Match-Center: Robertson vs. Pang
Pang beendet Abend mit einzigem Century
Seine Leistung beeinflusste die Aktion aber nicht: Robertson spielte klar in Führung liegend eine 81, um den dritten Frame abzusichern. Doch Pang war ein unbequemer Gegner, der nicht locker ließ und vor dem Midsession Intervall ausglich. Nach der Pause gelang dem Chinesen ein 73er Break, das letztlich Frame-entscheidend war. Robertson glich den ersten Rückstand des Abends allerdings mit seiner ersten Chance dank einer 72 aus.
Es war der erste von drei Frames in Serie, die Robertson gewann. Im siebten Frame reichten ihm zwei kleinere Breaks, den achten Durchgang holte er mit einer 53. Doch Pang limitierte den Schaden und beendete den Abend mit dem höchsten und einzigen Century Break (122) der Session. So ist vor der Entscheidung morgen noch alles drin.
