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Zverevs "phänomenales Jahr": Grand Slams, Laver Cup – Nummer 1 der Welt?

Alexander Zverev gewann am Wochenende den Laver Cup
Alexander Zverev gewann am Wochenende den Laver CupREUTERS/Dylan Martinez

Alexander Zverev grinste hinter seiner nächsten glitzernden Trophäe. "Für mich ist es natürlich kein ganz schlechtes Jahr", sagte der French-Open- und US-Open-Sieger bestens gelaunt und hochzufrieden nach dem Triumph beim Laver Cup in London, der sich perfekt in eine berauschende Saison einfügt.

Fürs Zurücklehnen ist es allerdings noch deutlich zu früh. Auf Zverev wartet nun ein ganz wichtiger Asien-Trip mit Auftritten in Peking und Shanghai. Das Ziel: Noch näher an Jannik Sinner heranzurücken und die Nummer eins der Welt anzugreifen. Der Zeitpunkt ist perfekt.

Denn der Rückstand schmilzt immer mehr: Zverev fehlen noch 1370 Punkte auf den Weltranglistenersten, dies zeigte das neue Ranking der ATP vom Montag. Der Südtiroler Sinner kann zudem zu seiner Titelverteidigung in Peking aufgrund von Knieproblemen nicht antreten. Die Chance des Weltranglistenzweiten aus Hamburg ist entsprechend groß, er will sich weiter heranpirschen.

Ein starkes Abschneiden in der chinesischen Hauptstadt in dieser Woche würde Zverev weiter Auftrieb geben. Im vergangenen Jahr hatte er in Peking das Viertelfinale erreicht, nun steigt er als dreimaliger Halbfinalist des Events gegen den Briten Cameron Norrie ein.

Erste Nummer 1 seit Becker?

Immer wieder hatte Zverev zuletzt betont, wie wichtig für ihn das Erreichen der Nummer eins ist. Er will der erste Deutsche seit dem großen Boris Becker werden, der es auf den Tennis-Thron schafft in einer sportlich außergewöhnlichen Saison.

"Anfang des Jahres hätte ich sofort unterschrieben, wenn man mir nur einen Grand-Slam-Triumph angeboten hätte", sagte Zverev in London: "Dann zwei zu gewinnen, ist ein wahr gewordener Traum. Ich habe viele Enttäuschungen bei Grand Slams erlebt. Dieses Jahr kommt nun alles zusammen, es ist ein phänomenales Jahr."

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Aber es ist eben noch nicht zu Ende – und er will mehr. Weitere Highlights in den letzten zwei Saisonmonaten sind das Masters in Paris und die ATP-Finals in Turin. Beide Events konnte Sinner im vergangenen Jahr für sich entscheiden, entsprechend viele Punkte hat er zu verteidigen.

Zverev, der mit Deutschland wohl auch noch Ende November um den Davis Cup spielt, will hingegen schon in China den Druck erhöhen – und er nahm frisches Selbstvertrauen vom Laver Cup mit. Völlig passend war es ihm vorbehalten, am Sonntag mit einem Zweisatz-Sieg gegen den US-Amerikaner Learner Tien für das Team Europa den Erfolg zu besiegeln.

Es läuft eben aktuell alles zusammen für den 29-jährigen Hamburger. Sollte dies so bleiben, grüßt er noch in diesem Jahr als Nummer eins der Welt.

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