Das ging dann doch schneller als gedacht! Nachdem sich bereits in der ersten Session ein Mammut-Match andeutete und am heutigen Tag bis zum Midsession Intervall fortführte, spielte sich Mark Allen gegen Zhang Anda in einen Rausch und gewann letztlich klar mit 10:6.
Die Session begann mit einem Monster-Frame, bei dem Allen über 46 Minuten brauchte, um ihn für sich zu entscheiden. Allen hatte im Endspiel auf den Farben nach Grün so viele Punkte gesammelt, dass Zhang Snooker benötigte. Der Chinese gab alles, konnte aber keine Foulpunkte mehr forcieren, sodass der Nordire den Frame auf Blau entschied und den Rückstand aus der ersten Session auf 4:5 verkürzte.
Im Folgeframe ging es dafür deutlich schneller: Nach einem Foul von Allen entschied sich Zhang statt das gegebene Miss zu nutzen für einen riskanten Einsteiger, den er nicht nur stark lochte, sondern der ihm auch eine framebringende 74 ermöglichte.
Zum Match-Center: Allen vs. Zhang
Mark Allen gewinnt sechs Frames in Folge
Mit diesem Selbstvertrauen ging der Chinese auch einen langen Einsteiger im 11. Frame an, doch Zhang verschoss nicht nur die Rote, er ließ sie auch noch lochbar liegen. Allen bedankte sich für die Chance und ließ seinen Kontrahenten nicht mehr an den Tisch. Eine Total Clearence von 140 Punkten war sein erstes Break von mindestens 50 Punkten im Match. Vor dem Midsession Intervall hatte er dann etwas Glück, als Zhang bei einem Splitversuch die Weiße lochte - Allen war wieder direkt zur Stelle und legte mit 109 Punkten sein zweites Century Break in Folge nach.
Die beiden Centurys waren der Startschuss für spektakuläres Offensivspiel von "The Pistol". In den finalen vier Frames kam Zhang nur noch auf 21 Punkte, während Allen dominierte und zum Abschluss eine 129 und 81 nachlegte. Im Achtelfinale trifft der Nordire entweder auf Kyren Wilson oder Stan Moody.
Ding Junhui in Topform
Auf dem Nebentisch startete Ding Junhui als klarer Favorit standesgemäß ins Match. Mit 50:35 in Führung liegend nutzte er eine misslungene Safety Gilberts für eine 45er Clearence und schnappte sich so den ersten Frame. Gilbert antwortete zwar mit einer 70 zum Ausgleich, war in der Folge im Safety-Spiel allerdings zu fehleranfällig. So ging Ding mit Breaks von 94 und 74 Punkten mit 3:1 ins Midsession Intervall.
Zum Match-Center: Ding vs. Gilbert
Nach der Pause verkürzte Gilbert nach einem Kampfframe zwar auf 2:3, doch der Chinese präsentierte sich trotz schwacher Saison in absoluter Topform und spielte mit 100 Punkten sein erstes Century des Turniers. Eine atemberaubende Lochquote von 94 Prozent hielt Ding in der Folge immer wieder am Tisch, Gilberts 78 Prozent und nur 14 Prozent bei langen Bällen waren schlichtweg zu wenig.
In den Frames acht und neun zeigte Ding nach guten Safetys wieder sein starkes Breakbuilding, eine 72 und 52 brachten ihm die 7:2-Führung. Die Entscheidung zwischen Ding und Gilbert fällt morgen.
