Österreichs Frauen-Nationalteam hat bei der CEV EuroVolley 2026 in Brünn einen historischen Teilerfolg gefeiert. Im vierten Gruppenspiel holte die ÖVV-Auswahl gegen Griechenland den ersten österreichischen Satzgewinn bei einer Frauen-Europameisterschaft. Für einen Punktgewinn reichte es allerdings nicht, Griechenland setzte sich mit 3:1 (20:25, 25:18, 25:12, 25:14) durch.
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Kora Schaberl war mit 14 Punkten erneut Österreichs erfolgreichste Scorerin. Carmen Raab und Anamarija Galić steuerten jeweils elf Zähler bei.
Starker Start wird mit Satzgewinn belohnt
Teamchef Roland Schwab setzte zu Beginn auf Dana Schmit, Schaberl, Nina Nesimovic, Aida Korman-Mehić, Galić und Raab sowie Libera Katharina Stabentheiner. Seine Mannschaft erwischte einen starken Start und setzte Griechenland vor allem mit dem Service unter Druck.
Österreich zog auf 11:5 davon und überzeugte mit vier Assen sowie einer stabilen Annahme. Griechenland verkürzte zwar noch einmal, doch diesmal ließ sich Rot-Weiß-Rot den Vorsprung nicht mehr nehmen. Raab verwertete den ersten Satzball zum 25:20 – und sorgte damit für den ersten österreichischen Satzgewinn bei dieser EM.
„Ich freue mich riesig über diesen Satzgewinn. Er bedeutet Geschichte“, sagte Schmit. „Die letzten Spiele waren richtige Kämpfe, in denen wir uns teilweise gut präsentiert haben. Wir können heute stolz auf uns sein.“
Auch im zweiten Durchgang hielt Österreich zunächst mit. Nach einem frühen Rückstand gelang der Ausgleich zum 10:10, danach übernahm Griechenland allerdings zunehmend die Kontrolle. Der Favorit setzte sich auf 18:14 ab und stellte mit einem 25:18 auf 1:1.
Griechenland dreht Partie
Im dritten Satz konnte Österreich nicht mehr an die Leistung des Auftaktdurchgangs anknüpfen. Griechenland setzte sich früh deutlich ab und ließ beim 25:12 nichts anbrennen.
Noch einmal Hoffnung gab es im vierten Durchgang. Bis zum 11:11 hielt die ÖVV-Auswahl dagegen, ehe die Partie endgültig kippte. Österreichs Annahme geriet zunehmend unter Druck, gleichzeitig häuften sich die Eigenfehler. Griechenland nutzte die Schwächephase mit neun Punkten in Folge und verwandelte schließlich seinen ersten Matchball zum 3:1.
„Im ersten Satz haben wir richtig gutes Volleyball gezeigt, auch im zweiten und im vierten bis zum 11:11 hatten wir gute Phasen. Am Ende war Griechenland für uns aber einfach zu konstant“, bilanzierte Schmit.
Zum Abschluss wartet Bulgarien
Für Österreich war es im vierten Gruppenspiel die vierte Niederlage, dennoch konnte mit dem historischen Satzgewinn ein wichtiges Ziel erreicht werden. Bereits am Mittwoch steht in Brünn das letzte EM-Gruppenspiel gegen Bulgarien auf dem Programm.
„Wir können heute dennoch erhobenen Hauptes aus der Halle gehen. Morgen werden wir noch einmal alle Energie zusammenkratzen und gegen Bulgarien bis zum Umfallen kämpfen“, kündigte Schmit an.
