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Warum Magnus Norman für Sinner die perfekte Wahl ist – Das Urteil von Andy Roddick

Magnus Norman (l.) an der Seite von Stan Wawrinka
Magnus Norman (l.) an der Seite von Stan WawrinkaCLIVE BRUNSKILL / GETTY IMAGES VIA AFP

Mit der Trennung von Darren Cahill bricht für Jannik Sinner eine neue Ära an. Als Nachfolger steht Magnus Norman bereit, der ab dem kommenden Monat zum Team der Weltspitze stoßen wird. Ein Name, der auf den ersten Blick vielleicht weniger spektakulär klingt als manch anderer. Unter Tennis-Insidern gilt der Schwede jedoch als absolut erstklassige Referenz. Genau darauf geht Andy Roddick in seiner neuesten Ausgabe des Podcasts "Served with Andy Roddick" ein.

"Ich möchte betonen: Magnus Norman gehört mit Sicherheit zu den besten Trainern der Welt – absolut auf einer Stufe mit Darren Cahill und einigen wenigen anderen", stellt die ehemalige US-amerikanische Nummer eins klar. Dennoch sieht Roddick eine gewisse Ungerechtigkeit in der Wahrnehmung des Schweden: "Sein Name fiel in den vergangenen 15 Jahren viel zu selten, wenn es um die absolute Elite ging."

Um Normans außergewöhnliche Fähigkeiten zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf seine Arbeit mit Robin Söderling. Roddick erinnert sich: "Er übernahm Söderling, als dieser zwar ein guter Spieler war, aber im Ranking meist irgendwo zwischen den Plätzen 15 und 35 feststeckte. Norman formte aus ihm einen Profi, der Rafael Nadal bei den French Open besiegen konnte, zweimal in Folge das Finale in Paris erreichte und über drei Jahre hinweg ein echter Albtraum für jeden Gegner war, bis ihn gesundheitliche Probleme bremsten."

Roddick fasst den Durchbruch zusammen: "Ihn von Platz 30 bis auf Rang drei oder vier der Welt zu führen, das war Normans Werk." Söderling blieb ein Grand-Slam-Titel zwar verwehrt, doch seine Finalteilnahmen in Roland Garros (2009 gegen Roger Federer, 2010 gegen Nadal) sowie Viertelfinals in Wimbledon und New York unterstrichen seine damalige Ausnahmestellung.

Grand-Slam-Triumphe mit Stan Wawrinka

Noch drastischer zeigte sich Normans Einfluss in der Zusammenarbeit mit Stan Wawrinka. "Stan war zweifellos ein exzellenter Tennisspieler. Er kratzte mal an den Top 10, fiel dann aber wieder weit zurück. Norman schaffte es schließlich, aus ihm einen dreifachen Grand-Slam-Champion zu formen", erklärt Roddick. Unter der Regie des Schweden sicherte sich Wawrinka in einer historischen Ära drei Major-Titel: die Australian Open 2014, Roland Garros 2015 sowie die US Open 2016.

Angesichts dieser Erfolgsbilanz zeigt sich der Ex-US-Open-Sieger Roddick verblüfft: "Wie ist es möglich, dass dieser Mann nicht automatisch als Erstes genannt wird, wenn wir über die besten Strategen der letzten 20 Jahre sprechen? Genau da gehört er hin."

Roddicks Fazit fällt dementsprechend eindeutig aus: "Für Sinner ist diese Entscheidung absolut naheliegend. Im Grunde waren wir alle blind, dass wir nicht schon viel früher darauf gekommen sind."

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