Darts Premier League: Furioser Littler triumphiert in Aberdeen - Humphries schließt auf

Luke Littler triumphiert in Aberdeen.
Luke Littler triumphiert in Aberdeen.Taylor Lanning/PDC

Die 13. Nacht der Premier League residierte in Aberdeen. Während Johnny Clayton und Luke Littler fast im Gleichschritt an der Tabellenspitze thronen, müssen die restlichen Stars noch darum kämpfen, ins große Finale einzuziehen. Besonders Luke Humphries blieb mit bisher 13 Punkten weit hinter den Erwartungen, der Ex-Weltmeister wollte also in Schottland heute ordentlich neue Zähler erspielen, um die Ausgangslage zu verbessern.

Den Auftakt machte aber zunächst Luke Littler gegen das Schlusslicht Josh Rock. Dem Nordiren gelang es auch heute nicht, den Abstand zu verkürzen, jedoch war sein Spielniveau kein Grund dafür, mit einem Average von 101,25 hätte er gegen die meisten seiner Kontrahenten heute gute Karten gehabt, nur nicht gegen "The Nuke." Das Darts-Wunderkind zauberte 105,86 aufs Board und triumphierte am Ende mit 6:3.

Weniger Niveau beim Durchschnitt dafür eine umso unterhaltsamere Partie sahen die Zuschauer in Aberdeen beim zweiten Match. Stephen Bunting duellierte sich im engen Rennen um die Play-Offs mit Gerwyn Price. "The Bullet" verschenkte gegen einen zähen Price dabei eine 5:3-Führung, um mit einem 5:6 heute direkt zum Auftakt die Segel streichen zu müssen.

Spitzenreiter Johnny Clayton musste heute gegen Gian van Veen ran. Der Niederländer verlor bei den Player Championships noch mit 2:6 gegen Dimitri van den Bergh, gegen den Waliser war er aber wieder in Bestform und konnte abgeklärt mit 6:2 die ersten Punkte des Abends verbuchen. Dabei brachte er neben einem Average von 104,32 auch drei 180er aufs Board.

Den Abschluss für die Viertelfinal-Matches machte Luke Humphries gegen Michael van Gerwen. Im Duell der Ex-Weltmeister gierte "Cool Hand Luke" nach Punkten und konnte sich mit einem 6:3 auch die ersten dieser Sorte sichern. Dabei half auch die durchwachsene Leistung von MvG, der nur knapp über 90 warf und Humphries vor kaum Probleme stellte.

Littler und Humphries in Bestform

Luke Littler startete die Halbfinals nach Maß und zeigte Gerwyn Price die Grenzen auf. Ein 6:1 mit 4:0 180ern sprach eine klare Sprache, für den Waliser war das heute das Maximum, der amtierende Weltmeister hatte jedoch Hunger auf mehr, um seinen Vorsprung auf Johnny Clayton nach diesem Spieltag noch höher werden zu lassen.

Ein weiteres hochklassiges Match am heutigen Abend lieferten sich Gian van Veen und Luke Humphries. Das bessere Ende in dem Spektakel (102,67 - 101,80 für "Cool Hand Luke") hatte der Ex-Weltmeister. Bei 5:3 180ern zu Gunsten des Engländers war es eine deutlichere Angelegenheit, die sich auch im 6:3 Endergebnis wiederspiegelte. Es kam im Finale also wieder zum Luke gegen Luke Duell.

Das Finale war entsprechend der beiden stärksten Spieler des heutigen Abends hochklassig. Beide brachten ihre Form aus den bisherigen Matches ins Endspiel und warfen teils weit über 100 im Average, um die Halle zum Beben zu bringen. Luke Humphries war dann der erste Spieler, der sich leicht absetzen konnte und mit dem Break zum 5:3 die Chance hatte, wichtige Punkte im Rennen um die Finals zu sammeln.

Luke Littler hat aber etwas dagegen, zog das Niveau nochmal um einen Schritt an, um am Ende, wie so oft in den letzten Jahren das direkte Duell gegen Humphries mit 6:5 für sich zu entscheiden und sich an der Spitze der PL-Tabelle abzusetzen.

Match-Center: Luke Littler vs. Luke Humphries