"Es ist immer noch der zweite Spieltag", mahnte Trainer Stefan Leitl nach dem beeindruckenden 4:1 (3:0) gegen Bundesliga-Absteiger 1. FC Heidenheim, gab jedoch zu: "Das ist ein Topstart für uns. Wir waren überzeugt, dass wir gut starten können." Erstmals seit Herthas Abstieg 2023 sprangen sie unter die ersten Fünf der Zweitliga-Tabelle.
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"Das ist leider traurig", sagte Verteidiger Julian Eitschberger, "aber umso schöner, jetzt den Moment zu genießen."
Schon der 1:0-Auswärtssieg zum Ligaauftakt beim VfL Bochum war in der Vorwoche ein Statement gewesen. War davor doch spekuliert worden, ob Hertha nach dem personellen Aderlass nicht sogar in den Abstiegskampf rutschen könnte. 13 Spieler, darunter Kapitän Reese, Stammkeeper Tjark Ernst und Supertalent Kennet Eichhorn, hatten den Klub verlassen.
"Maximale Ambition nach vorne"
Geschäftsführer Peter Görlich ließ sich davon aber nicht beirren und gab ein mutiges Saisonziel aus. "Wir haben ein ganz klares Ziel: einen einstelligen Tabellenplatz mit einer maximalen Ambition nach vorne", sagte er dem RBB. Und obwohl Hertha bislang nur den österreichischen Leihspieler Oluwaseun Adewumi als Neuzugang vorstellte, vermochte Leitl dem Team eine neue Fußballidee zu vermitteln, die offensichtlich greift.
"Uns war wichtig, dass wir mehr Aktivität wollen. Wir haben unfassbar viel Tempo und Laufstärke, wir wollten höher spielen", erklärte Leitl. Das klappte gerade in der ersten Halbzeit gegen Heidenheim hervorragend, derweil tun sich Mittelstürmer Sebastian Grönning, der in beiden Spielen traf, und das 20 Jahre alte Talent Soufian Gouram als neue Leistungsträger auf.
Marten Winkler, gegen Heidenheim mit einem Traumtor und zwei Vorlagen bester Mann auf dem Platz, könnte den Verein derweil noch verlassen.
So oder so scheint es den Berlinern zu helfen, nach den umfassenden Umwälzungen unter dem Radar zu fliegen. Anders als in den vergangenen drei Saisons, in denen Hertha stets als Favorit gehandelt wurde und letztlich den Aufstieg auf Platz neun, elf und sieben jeweils klar verpasste.
"So einer jungen Truppe tut es auch gut, dass nicht der ganze Druck auf uns lastet und wir einfach in Ruhe Vollgas geben können", sagte Eitschberger: "Das ist auch mit dem Trainerteam so vereinbart: Einfach drauflos spielen."
