Malek El Mala war in der Alten Försterei beim Stand von 0:1 aus Kölner Sicht für Linton Maina (72.) eingewechselt worden, veredelte die Bundesliga-Premiere sieben Minuten später sogleich mit seinem ersten Treffer – und schaute sich erst einmal nach seinem jüngeren Bruder um. "Ich habe mich umgedreht und sehe, dass alle zu mir laufen", sagte Malek: "Ich habe meinen Bruder gesucht, aber der war noch ein bisschen weiter weg."
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Schmerzhafter Torjubel
Said, der per abgefälschter Flanke die Vorlage mitverantwortet hatte, war erst einmal zur Bank gerannt. Wenig später liefen die Brüder jedoch aufeinander zu, der anschließende "Chest Bump" sei nicht geplant gewesen. "Das war ganz spontan. Der hat irgendwie auf seine Brust geklopft, wie so ein Verrückter", sagte Said.
Malek erwiderte vor den Journalisten im Bauch des Stadions prompt: "Selbst, schauen Sie sich mal das Video an." Seitdem habe er "schon ein bisschen Brustschmerzen", erklärte Said scherzhaft, "aber geht auch wieder weg".
Auf seinen älteren Bruder war der Nationalspieler jedenfalls mächtig stolz. "Es fühlt sich an, als wäre es mein Tor gewesen, irgendwie. Auch wenn es sein Tor war", sagte Said: "Die Eltern sind happy, der Verein ist happy. Ich freue mich auf die nächsten Spiele mit ihm."
Malek El Mala bewahrte die Kölner fünf Tage nach dem 5:0-Spektakel in der zweiten Runde des DFB-Pokals gegen die Köpenicker mit seinem Premierentreffer vor einem Rückschlag. Mit neun Punkten auf dem Konto ist es in der unteren Tabellenhälfte für ein Aufatmen allerdings noch zu früh.
