"Klar möchten wir alle hier mal die Champions League gewinnen", sagte Gwinn vor dem Kracher-Auftakt am Dienstag (18.45 Uhr/Disney+) gegen Manchester City dem kicker: "Wir waren in der vergangenen Saison nah dran, konnten im Halbfinale dem späteren Sieger, dem FC Barcelona, lange Zeit Paroli bieten. Uns trennen keine Welten mehr von diesen Mannschaften."
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Entsprechend soll der Weg bestenfalls bis nach Warschau führen, wo Ende Mai 2027 der Showdown um Europas Krone steigt. "Es ist ein wirklich großes Ziel für uns, das Finale zu erreichen", sagte Klara Bühl. Und da der VfL Wolfsburg und Eintracht Frankfurt in der Qualifikation scheiterten, ruhen die deutschen Hoffnungen allein auf den Münchnerinnen.
Bühl freut sich auf Wamser
Doch gleich die erste Hürde hat es in sich. Der englische Doublegewinner sei "wirklich stark, sie haben einen ähnlichen Spielstil, was es etwas schwierig macht", warnte Bühl. "Aber deshalb sind wir heiß darauf, gegen sie zu spielen. Es wird auf die Taktik und die individuellen Duelle ankommen."
Persönlich freut sie sich auf das Wiedersehen mit DFB-Kollegin Carlotta Wamser, die kürzlich aus Leverkusen zu ManCity gewechselt war – und mit bis zu 650.000 Euro Ablöse zum Bundesliga-Rekordtransfer aufstieg. Wamser sei als Außenverteidigerin für Bühl "in der Nationalmannschaft immer meine Gegenspielerin. Deshalb kenne ich sie gut. Es ist cool, jetzt gegen sie zu spielen."
Weitere Wiedersehen auf dem Platz dürften vorerst ausfallen, da Rebecca Knaak und Sydney Lohmann bei den Skyblues zuletzt verletzt fehlten. Aber es folgen noch weitere, wie beim nächsten Heimspiel-Highlight gegen Real Madrid, unter anderem mit Elisa Senß, am 28. Oktober. Zum Abschluss der Ligaphase steht die Revanche gegen Barca (16. Dezember) an.
"Revolution im deutschen Frauenfußball"
Die Münchner Ansprüche sind gestiegen, das untermauert auch die zweistellige Millionen-Investition in Unterhaching als neue Frauen-Heimat. Das Projekt soll eine "Revolution im deutschen Frauenfußball" sein, befand Vereinspräsident Herbert Hainer unlängst.
Mit erneuertem Rasen und Flutlicht ist die Bühne bereitet. "Wir können in Unterhaching magische Nächte erschaffen", schwärmte Trainer José Barcala von der neuen Heimat südlich von München, "wir wollen es in unser Zuhause verwandeln, mit besonderer Atmosphäre dank der Unterstützung der Fans."
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Sportlich nicht unterstützen kann weiterhin Hoffnungsträgerin Lena Oberdorf (Reaktion im Knie). Der Name der Mittelfeldspielerin fehlt sogar im gemeldeten Bayern-Kader für die Ligaphase. Doch Ausfälle hin oder her – Träume sind laut Barcala ausdrücklich erlaubt.
"Träume sind wichtig. Aber", sagte der Spanier dem SID, "wir wollen nicht nur davon träumen, wie wir den Pokal in die Höhe stemmen. Wir müssen uns vorstellen, wie wir in diesen Spielen auftreten." Nur dann, so Barcala, "können wir dem Moment, in dem wir den Pokal in die Höhe stemmen, näherkommen."
