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Brasilien-Legende Cafu: Neymars Länderspielkarriere war ein voller Erfolg

Cafu hat sich zu den Leistungen von Neymar in der Nationalmannschaft geäußert.
Cafu hat sich zu den Leistungen von Neymar in der Nationalmannschaft geäußert.REUTERS / Dylan Martinez

Nach dem enttäuschenden WM-Aus der Seleção hat Neymars Rücktritt aus der brasilianischen Nationalmannschaft hohe Wellen geschlagen. Für Brasiliens Legende Cafu steht jedoch fest: Neymars Ära im gelben Trikot sollte als glamourös und ehrenvoll in Erinnerung bleiben.

Ende Juli verkündete der Rekordtorschütze endgültig seinen Abschied aus dem Nationalteam nur wenige Wochen, nachdem er nach dem bitteren Achtelfinal-Aus gegen Norwegen bei der Weltmeisterschaft bereits entsprechende Andeutungen gemacht hatte.

"Für jeden Spieler kommt irgendwann das Ende eines Zyklus in der Nationalmannschaft", erklärte Cafu, mit 150 Einsätzen selbst Brasiliens Rekordnationalspieler, am Dienstag gegenüber Reuters. "Das Wichtigste ist, dass sein Weg von Erfolg gekrönt war. Er hat Spuren hinterlassen und mit Brasilien Geschichte im Weltfußball geschrieben. Seine Zahlen sind schlichtweg unglaublich und seine Zeit im Nationalteam war aller Ehren wert."

Cafu optimistisch für Brasilien-Zukunft

Das Aus gegen Norwegen besiegelte für Brasilien das früheste Scheitern bei einer Weltmeisterschaft seit 1990 und verlängerte die Durststrecke des Fünffach-Weltmeisters auf der Jagd nach dem sechsten Titel erneut. Neymar, der an vier Weltmeisterschaften teilnahm, erzielte in 130 Länderspielen beeindruckende 80 Tore und bereitete 58 weitere vor. Dennoch blieb ihm mit der A-Nationalmannschaft nur ein einziger großer Titel vergönnt: der Confederations Cup 2013.

Für Cafu, Weltmeister von 1994 und 2002, gilt der Blick nun ganz der Zukunft unter Nationaltrainer Carlo Ancelotti. Der Italiener hat bereits mit dem Neuaufbau im Hinblick auf die Weltmeisterschaft 2030 begonnen. "Ich bin fest davon überzeugt, dass 2030 alles ganz anders aussehen wird“, meinte Cafu, der bei der AC Mailand einst selbst unter Ancelotti spielte.

"Brasilien wird eine echte Chance haben, diesen Titel zu holen. Es ist ein neuer Zyklus und ein neues Projekt. Ancelotti hat jetzt die nötige Zeit, um in Ruhe zu arbeiten und sein taktisches System zu etablieren."

Ancelotti übernahm das Amt im Jahr 2025 und blieb auch nach der enttäuschenden Weltmeisterschaft im Amt, um die Mannschaft bis 2030 zu führen. Die jüngsten Testspiele nutzte er konsequent für einen Umbruch: Fast zwei Drittel des WM-Kaders blieben bei der ersten Länderspielreise nach dem Turnier unberücksichtigt, während acht Akteure ihr Debüt feierten. Auch für die anstehenden Freundschaftsspiele im November gegen Japan und Singapur setzte der Italiener auf Experimente und nominierte erneut fünf Neulinge.

"Ein Neuaufbau ist immer wertvoll, ganz besonders bei der brasilianischen Nationalmannschaft", betonte Cafu. "Wenn man diese jungen Talente geschickt mit den erfahrenen Leistungsträgern kombiniert, kann Brasilien genau die richtige Balance und Harmonie entwickeln."

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