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Gislasons Luxusproblem: Wer sichert sich sein Ticket zur Heim-WM?

Das DHB-Team bietet aktuell zahlreiche Optionen
Das DHB-Team bietet aktuell zahlreiche OptionenSebastian Raeppold / DeFodi Images / Profimedia

Die deutschen Handballer feiern einen Pflichtsieg zum Auftakt der EM-Qualifikation, die Debütanten überzeugen und Alfred Gislason hat beim WM-Casting ein Luxusproblem.

Alfred Gislason schmunzelte. Dass er bei seinem WM-Casting nun die Qual der Wahl hat, stört den Bundestrainer keineswegs - im Gegenteil. "Das ist schon sehr gut", sagte der 67-Jährige nach dem erfolgreichen EM-Qualifikationsauftakt der deutschen Handballer: "Es gab auch zu Beginn meiner Tätigkeit Zeiten, in denen nicht so viel Auswahl da war." Nun aber hat Gislason zwei Monate vor dem Highlight-Turnier im eigenen Land vor allem auf einer Position ein Luxusproblem.

Zum Match-Center: Deutschland vs. Belgien

Das überzeugende Debüt von David Móré beim insgesamt etwas holprigen 42:32 (22:18) am Donnerstagabend gegen den Underdog Belgien dürfte Gislason die Personalplanungen auf Linksaußen für die Weltmeisterschaft (13. bis 31. Januar) erschweren. Der 22-Jährige, der nach seiner Einwechslung mit vier Toren bei einer 100-prozentigen Trefferquote glänzte, habe im DHB-Trikot an seine Leistungen in der Bundesliga angeknüpft, lobte Gislason: "Er hat das wirklich gut gemacht."

Nicht mehr viele WM-Tickets zu vergeben

Doch die Plätze sind begrenzt, die meisten WM-Tickets wohl schon verplant und die Zeit drängt. Am Sonntag (18.00 Uhr/sportschau.de) bietet sich Gislason im zweiten Quali-Spiel in der Slowakei ein letztes Mal die Möglichkeit, den möglichen Kandidaten auf Linksaußen genauer unter die Lupe zu nehmen.

Wen mitnehmen? Arrivierte Kräfte wie Lukas Mertens oder Rune Dahmke, die im Kader für den Quali-Start fehlen? Oder doch eher Jungspund Móré? "Wir haben sehr viele gute Spieler, gerade auf der Rechtshänderposition", erklärte Gislason. Mertens sei "sehr erfahren" und habe für das DHB-Team bereits "sehr stabile, gute Turniere" gespielt, betonte der Coach bei ProSieben. Neben Tim Freihöfer gab gegen Belgien aber vor allem Móré eine überzeugende Bewerbung ab.

Leistungen müssen bestätigt werden

Bedarf sieht der Bundestrainer ohnehin eher auf der rechten Seite. Dort habe er momentan nicht "so die große Auswahl", räumte Gislason ein, der im Rückraum deshalb neben Renars Uscins und Rechtshänder Marko Grgic auch Neuling Niklas Theiß (HSG Wetzlar) testete. Der 23-Jährige, der seine Premiere ebenfalls mit seinem ersten Treffer krönte, habe wie Móré "einen guten Start" hingelegt.

Für beide gilt es, ihre Leistungen im Kampf um die WM-Tickets nun zu bestätigen, bevor das große Warten vor der Kadernominierung beginnt. "Ich habe mega Bock, das ist ein Traum für jeden, der Handball spielt", schwärmte Móré mit der Aussicht auf eine Heim-WM. Er werde "weiterhin alles reinhauen" - sowohl in der Nationalmannschaft als auch in der Liga beim ThSV Eisenach, wo es für ihn seit seinem Wechsel von den Rhein-Neckar Löwen im Sommer läuft.

Die ersten Minuten im DHB-Trikot werden Móré so oder so jedoch "für immer im Kopf bleiben". Vielleicht kommen im Januar ein paar weitere auf der ganz großen Bühne hinzu.

Zum Match-Center: Slowakei vs. Deutschland

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