Zum Hauptinhalt springen

"Hartes" Kimmich-Comeback überschattet: Bayern beklagt schwere Rückschläge

Kimmich stand erstmals seit dem Verlust seines Vaters wieder auf dem Platz
Kimmich stand erstmals seit dem Verlust seines Vaters wieder auf dem PlatzREUTERS/Angelika Warmuth

Ismael Saibari verließ die Arena unter Schmerzen auf Krücken, Serge Gnabry und Michael Olise humpelten in die Münchner Nacht: Doch als Joshua Kimmich emotional über den plötzlichen Tod seines Vaters Berthold sprach, gerieten das bittere 2:2 (1:0) des FC Bayern im Topspiel gegen Borussia Dortmund und die immer größer werdenden Verletzungssorgen des deutschen Rekordmeisters kurz in den Hintergrund.

Es sei "schon hart, wieder zurückzukommen. Gerade wenn ich auf dem Platz stehe, ist es eigentlich die Zeit, in der ich am meisten an ihn denken muss. Mein Vater hat mich immer begleitet, stand immer an meiner Seite, hat mich immer unterstützt", sagte Kimmich sichtlich berührt. Auch wenn man sich manchmal wünsche, ergänzte der 31-Jährige tapfer, "dass die Welt ein bisschen stehen bleibt, sie dreht sich leider und zum Glück auch weiter. Deswegen bin ich froh, dass ich wieder da bin."

Zum Match-Center: FC Bayern München vs. Borussia Dortmund

Doch Kimmich erlebte bei seiner bewegenden Rückkehr nach drei Spielen Pause einen Klassiker, der die Münchner vor dem wichtigen Champions-League-Spiel bei Atlético Madrid am Dienstag (21.00 Uhr/Prime Video) schwer betroffen zurückließ. "Das ist unabhängig vom Ergebnis für uns sehr, sehr bitter. Es sah auch nicht danach aus, als würden die Verletzten nach zwei, drei Tagen wieder zurückkommen. Das tut weh", betonte Kimmich.

Kimmich und Eberl beschwören den Zusammenhalt

Saibari, den es wohl schlimm am Knöchel erwischt hat, und Gnabry (Muskelverletzung im Oberschenkel) mussten schon nach einer halben Stunde raus und fallen länger aus, Olise verließ den Platz kurz vor Schluss offenbar mit Knieproblemen. "Das war sehr, sehr teuer", sagte Sportvorstand Max Eberl: "Momentan fühlt es sich schon ein bisschen heftiger an, was um uns herum passiert. Es ist sehr viel, was wir gerade zu verarbeiten haben."

Die Stats zum Spiel
Die Stats zum SpielFlashscore

Eberl spielte damit auf den Ausfall von Trainer Vincent Kompany wegen einer Hirnhautreizung, den Tod von Kimmichs Vater, die anhaltenden Probleme bei Jamal Musiala sowie die Verletzungen von Luis Díaz und Kapitän Manuel Neuer an. "Wir müssen gerade sehr resilient sein", betonte er. Doch die Mannschaft sei das "in einer unglaublichen Art und Weise".

Auch Anführer Kimmich merkte stolz an, dass die Bayern durch die vielen Rückschläge eher noch enger zusammengerückt sind. "Die letzten ein, zwei Wochen waren nicht einfach für uns. Da merkt man, was es heißt, ein Team zu sein. Und wenn ich in der Kabine sitze, habe ich das Gefühl, wir sind ein sehr, sehr gutes Team", betonte der DFB-Kapitän.

Kane erlebt gebrauchten Abend

Entsprechend trotzig gab sich auch Eberl: "Wir werden uns nicht abmelden. Wenn man zusammenrückt, kann man einiges bewegen." Dies unterstrich auch Weltfußballer Harry Kane: "Wir müssen das abhaken. Genau jetzt braucht man eine Mannschaft mehr denn je."

Kane hatte einen Handelfmeter beim Spielstand von 1:0 verschossen (56.). Danach leitete er mit einem Fehlpass den zwischenzeitlichen Ausgleich des BVB zum 1:1 durch Serhou Guirassy ein. Alles halb so schlimm, meinte Kimmich. Sein Vater habe "immer gesagt: Am Ende des Tages ist es nur Fußball. Das müssen wir uns schon auch immer vor Augen führen. Das Wichtigste ist die Gesundheit."

Flashscore bei Google bevorzugenSo siehst du unsere News öfter
HinzufügenBei Google hinzufügen