"Nicht da, wo ich sein möchte": Djokovic scheitert sensationell an Youngster Prizmic

Aktualisiert
Prizmic (r.) mit seinem Idol Djokovic
Prizmic (r.) mit seinem Idol DjokovicREUTERS/Ciro De Luca

Die nächste Überraschung auf der ATP-Tour ist perfekt: Der kroatische Nachwuchsspieler Dino Prižmić hat beim Masters-1000-Turnier in Rom den serbischen Superstar Novak Djokovic in drei Sätzen besiegt. Nach verlorenem ersten Satz kämpfte sich der 20-Jährige eindrucksvoll zurück und gewann mit 2:6, 6:2, 6:4. Für Prizmic ist es der bislang größte Erfolg seiner jungen Karriere.

Dabei begann die Partie zunächst ganz nach Plan für Djokovic: Der 38-Jährige dominierte den ersten Satz mit gewohnt präzisem Aufschlagspiel und enormer Kontrolle von der Grundlinie. Doch danach verlor der Serbe sichtbar an Intensität. Mehrere Medien berichteten von körperlichen Problemen und eingeschränkter Beweglichkeit während des Matches. Bereits vor dem Turnier hatte Djokovic eingeräumt, dass er sich körperlich "nicht komplett zufrieden" fühle.

Zum Match-Center: Dino Prizmic vs. Novak Djokovic

Prizmic nutzte diese Schwächephase konsequent aus. Der Kroate spielte aggressiver, variabler und vor allem mutiger. Besonders beeindruckend war seine Ruhe in den langen Ballwechseln gegen einen der besten Defensivspieler der Tennisgeschichte. Schon bei den Australian Open 2024 hatte Prizmic Djokovic über vier Stunden gefordert und damals erstmals international Aufmerksamkeit erregt. Nun gelang ihm in Rom die Revanche.

Sorgen um Djokovic vor French Open

Für Djokovic bedeutet die Niederlage nicht automatisch eine Krise – wohl aber ein weiteres Warnsignal vor den French Open. Prizmic dagegen könnte mit diesem Sieg endgültig den Sprung in die internationale Sandplatz-Elite schaffen. 

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Stats zum SpielFlashscore / Reuters

Der Kroate steht aktuell erstmals in den Top 100 der Weltrangliste und gilt als eines der größten Talente seines Jahrgangs: "Er ist mein Idol, es war natürlich ein großes Spiel für mich. Ich habe unglaublich gespielt und bin konzentriert geblieben. Am Ende des zweiten Satzes habe ich zu meinem Spiel gefunden, das war sehr gut", so der Kroate nach dem Match.

Djokovic selbst zeigte sich im Anschluss gar nicht einmal so unzufrieden: "Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass ich so schlecht gespielt habe", so der sechsmalige Sieger von Rom: "Es war okay, es war am Ende ein guter Kampf, aber offensichtlich sehe ich, was mir fehlt. Ich bin einen halben Schritt zu spät. Ich bin definitiv nicht da, wo ich sein möchte, um auf höchstem Niveau zu konkurrieren."

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