In Hamburg können die Fans an Seelers Geburtstag etwa bei einer Talk-Veranstaltung in Erinnerungen an ihr Idol schwelgen, der NDR zeigt eine Hommage, eine neue Biografie ist erschienen und zudem wird der "Dicke", wie ihn seine Frau Ilka liebevoll nannte, etwa mit einer Silbermünze geehrt.
Ein Hamburger Jung
Uwe Seeler war eben kein normaler Fußballer, die Fans haben ihn auf ewig in ihre Herzen geschlossen – eben weil er so war, wie er war. "Warum hätte ich abheben sollen? Nur weil ich ein bisschen besser kicken konnte?", pflegte Seeler stets zu sagen, "so bin ich nicht erzogen worden".
Seeler krempelte die Ärmel hoch, er arbeitete Fußball, er kämpfte, wühlte, biss, wollte. Der Ehrenspielführer der Nationalmannschaft warf sich in den Dreck, er stand für Einsatz, Fleiß und ehrliche Arbeit. Seine Absage an Inter Mailand, mit der Seeler auf traumhaften Reichtum verzichtete, machte aus Seeler endgültig den Star, der allen gehörte. "Ich bin ein Hamburger Jung, und das werde ich auch immer bleiben", sagte er einmal.
Und deshalb halten die Stadt Hamburg und der HSV das Gedenken an das Idol hoch, am Freitag vor dem Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach (20:30 Uhr/Sky) werden vermutlich noch einmal mehr Fans als sonst zu Seelers vier Tonnen schweren Bronze-Fuß vor dem Volksparkstadion pilgern und Fotos machen. Das Idol ist unvergessen.
