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Historische NFL-Premiere in Paris: Rodgers führt Steelers zum Sieg gegen die Saints

Jaylen Warren (M.) fängt einen Pass für die Pittsburgh Steelers ab.
Jaylen Warren (M.) fängt einen Pass für die Pittsburgh Steelers ab.FRANCK FIFE/AFP

Die Pittsburgh Steelers haben das erste NFL-Spiel der regulären Saison auf französischem Boden für sich entschieden. Am Sonntag setzten sich die Steelers in Paris mit 16:10 gegen die New Orleans Saints durch. Angeführt wurden sie dabei von Quarterback-Legende Aaron Rodgers, dem dabei ein historischer Meilenstein gelang.

Mit einem 4-Yard-Pass auf Darnell Washington brachte Rodgers sein Team kurz vor Ende des zweiten Viertels mit 10:3 in Führung. Es war der 540. Touchdown-Pass seiner Karriere in der regulären Saison. Damit zog der 42-jährige künftige Hall-of-Famer an Peyton Manning (539) vorbei und schob sich auf Platz drei der ewigen Bestenliste.

Insgesamt warf Rodgers für 212 Yards. Kurz vor der Zwei-Minuten-Warnung sicherte er zudem mit einem 8-Yard-Lauf bei einem entscheidenden dritten Versuch den letzten ballbesitzenden Drive der Steelers und besiegelte damit den Erfolg.

"Es gab einige Schlüsselmomente, und das war definitiv einer davon", sagte Rodgers nach der Partie. Der Spielmacher stellte in Paris einen weiteren Rekord auf: Er ist der erste Quarterback der NFL-Geschichte, der in vier verschiedenen Ländern ein Spiel der regulären Saison absolviert hat. Neben seinen Einsätzen in London (mit den Green Bay Packers und den New York Jets) führte er die Steelers bereits im vergangenen Jahr bei der Premiere in Irland aufs Feld.

Zum Match-Center: New Orleans Saints vs. Pittsburgh Steelers

Neben Rodgers glänzte auch Runningback Jaylen Warren, der bei 18 Versuchen 101 Yards erlief und drei Pässe fing. Kicker Chris Boswell steuerte drei Field Goals zum Erfolg bei, durch den die Steelers ihre Saisonbilanz auf 5:2 verbesserten.

Rodgers über "wertvollen" Erfolg

Als eigentlichen Matchwinner sah Rodgers jedoch die eigene Hintermannschaft: "Ich finde, unsere Defense hat überragend gespielt." Pittsburghs Verteidigung ließ lediglich 18 Rushing-Yards der Saints zu. Zudem fing Linebacker Payton Wilson im dritten Viertel einen Pass von Saints-Quarterback Tyler Shough in der Red Zone ab und erstickte damit die Aufholjagd der Franchise aus New Orleans im Keim.

Ganz zufrieden war der Veteran dennoch nicht: "Das Spiel war phasenweise recht zerfahren und in der Red Zone haben wir uns extrem schwergetan. Das müssen wir abstellen – ebenso wie die vielen Fouls, besonders die 15-Yard-Strafen." Gleichzeitig bat er um Nachsicht: "In dieser Liga ist jeder Sieg hart erkämpft. Wir sind erst Donnerstagabend bzw. Freitag angereist, die Jungs waren entsprechend müde. Umso wertvoller ist dieser Erfolg."

Das Spiel in der französischen Hauptstadt war Teil einer Rekordserie: Insgesamt neun Partien der regulären Saison werden in diesem Jahr außerhalb der USA ausgetragen. Neben Paris feierten dabei auch Melbourne und Rio de Janeiro ihre Premiere als NFL-Gastgeber.

Die Begegnung fand trotz angespannter Sicherheitslage statt. Im Vorfeld kam es in Paris zu teils gewaltsamen Protesten mit mehr als 1.300 Festnahmen. NFL-Commissioner Roger Goodell betonte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP jedoch, dass der Auftritt in Frankreich keine einmalige Sache bleibe: "Das ist Teil unserer langfristigen Strategie. Wir wollen uns hier nachhaltig etablieren und Teil der Sportkultur werden. Das war erst der Anfang."

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