Stellt man die einfache Frage: "Wer ist aktuell der beste Basketballer der Welt?", führt an Jokić kein Weg vorbei. Stärker, kompletter und vielseitiger als die Konkurrenz, dominierte er auch das vergangene Jahr. Er beendete die Saison als achtbester Scorer der Liga, stärkster Rebounder sowie bester Assistgeber und legte bei den Nuggets erneut historische Zahlen auf – Routinestationen einer außergewöhnlichen Karriere.
Seit seinem ersten MVP-Award 2021 landete Jokić bei der Wahl zum wertvollsten Spieler nie schlechter als auf Platz zwei – das wohl stärkste Argument dafür, dass er die prägende Figur dieses Jahrzehnts ist. Und dennoch hat das Kollektiv in Denver an Strahlkraft verloren. Der Titelgewinn 2023 liegt zwar nicht weit zurück, doch das deutliche und überraschende Erstrunden-Aus gegen die Minnesota Timberwolves hinterließ deutliche Spuren.
Sein persönliches Ausnahmekönnen muss der Center niemandem mehr beweisen. In der kommenden Spielzeit geht es primär um die Perspektive des Teams: Denver schien zuletzt am Ende eines Zyklus angekommen. Mit einer Offensivkraft wie Jokić ist der Weg zurück an die Spitze zwar nie versperrt, doch eine weitere enttäuschende Saison könnte das Team-Gefüge endgültig ins Wanken bringen.
Talent allein reicht in der modernen NBA selten aus, um kollektive Defizite dauerhaft zu kaschieren. An Jokićs individueller Klasse gibt es jedoch keinen Zweifel: Er wird auch in den kommenden Monaten eine unaufhaltsame Waffe sein, deren Einfluss weit über das hinausgeht, was auf dem Statistikzettel steht. Sollte er Denver gegen die erstarkte Konkurrenz zu einem weiteren Titel führen, würde das sein Denkmal endgültig meißeln. Bis dahin bleibt ihm schlicht die Rolle des besten Spielers des Planeten.
Statistiken 2025/2026: 27,7 Punkte bei einer Trefferquote von 56,9 %, davon 38 % von der Dreierlinie, 12,9 Rebounds, 10,7 Assists (65 Spiele).
Realistisches Ziel 2026/2027: 30 Punkte, 14 Rebounds, 12 Assists, MVP-Kandidat.
