Abstiegsdrama am Hamburger Kiez – St. Pauli und Heidenheim verpassen Klassenerhalt

Aktualisiert
Der FC St. Pauli muss den Gang in die 2. Liga antreten
Der FC St. Pauli muss den Gang in die 2. Liga antretenPHILIPP SZYZA / DPA / DPA PICTURE-ALLIANCE VIA AFP

Der VfL Wolfsburg hat die Chance auf den Klassenerhalt gewahrt und sich am 34. Spieltag der Fußball-Bundesliga auf den Relegationsplatz gerettet. Die Niedersachsen setzten sich im Abstiegskracher beim FC St. Pauli mit 3:1 durch. Die Kiezkicker müssen sich ebenso aus dem Oberhaus verabschieden wie der 1. FC Heidenheim.

Der 34. Spieltag im Überblick

Bayern vs. Köln 5:1 (3:1)

Bremen vs. Dortmund 0:2 (0:0)

St. Pauli vs. Wolfsburg 1:3 (0:1)

Heidenheim vs. Mainz 0:2 (0:2)

Frankfurt vs. Stuttgart 2:2 (0:2)

Mönchengladbach vs. Hoffenheim 4:0 (2:0)

Leverkusen vs. Hamburger SV 1:1 (0:0)

Freiburg vs. Leipzig 4:1 (2:1)

Union Berlin vs. Augsburg 4:0 (2:0)

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Wolfsburg schießt St. Pauli in die 2. Liga

K.o. für den Kiez-Klub, Rettungsanker für die Wölfe: Der VfL Wolfsburg hat im Bundesliga-"Herzschlagfinale" einen kühlen Kopf bewahrt und den FC St. Pauli in die 2. Liga befördert.

Während sich die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking durch den verdienten 3:1 (1:0)-Auswärtserfolg in die Relegation rettete, müssen die Hamburger nach einem Gastspiel von nur zwei Jahren wieder zurück in die Zweitklassigkeit.

Die 20. Saisonniederlage besiegelte das Schicksal des Teams von Coach Alexander Blessin, dessen Sieglos-Serie von zehn Spielen am Ende den Klassenerhalt kostete. Am Samstag nutzte St. Pauli vor 29.546 Zuschauern im ausverkauften Millerntorstadion in der ersten Halbzeit wieder einmal beste Chancen nicht.

Stats St. Pauli vs. Wolfsburg
Stats St. Pauli vs. WolfsburgOpta by StatsPerform

Für Wolfsburg trafen Konstantinos Koulierakis per Kopf (37.) und Dzenan Pejcinovic (80.), zudem unterlief St. Paulis bis dahin überragenden Keeper Nikola Vasilj ein Eigentor (64.). Die Hoffnung der Gastgeber nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Abdoulie Ceesay (57.) währte nur kurz. In der Schlussphase schoss Wolfsburgs Christian Eriksen einen Handelfmeter (77.) an die Oberkante der Latte.

Viel Zeit zum Durchschnaufen bleibt den Niedersachsen nicht: Das Relegationshinspiel gegen den Zweitligadritten SV Elversberg, Hannover 96 oder SC Paderborn steigt am kommenden Donnerstag in Wolfsburg, die Entscheidung fällt dann auswärts am Montag drauf (beide 20.30 Uhr/jeweils Sat.1 und Sky).

Kein Wunder: Heidenheim verliert und steigt ab

Das Wunder ist ausgeblieben: Der 1. FC Heidenheim ist trotz einer Aufholjagd in den letzten Wochen aus der Fußball-Bundesliga abgestiegen. Das Team von Trainer-Urgestein Frank Schmidt verlor zum Saisonabschluss gegen den FSV Mainz 05 verdient mit 0:2 (0:2) und ist nach drei Jahren wieder zweitklassig.

Philipp Tietz brachte den FSV, für den es tabellarisch um nichts mehr ging, bereits in der 7. Minute in Führung. Nadiem Amiri erhöhte für das Team von Urs Fischer (43.). "Heute tut es extrem weh", sagte Heidenheims Vorstandschef Holger Sanwald bei Sky: "Wir hatten eine tolle Aufholjagd, haben nie aufgegeben, aber heute hat es nicht sein sollen." 

Stats Heidenheim vs. Mainz
Stats Heidenheim vs. MainzOpta by StatsPerform

Der FCH hatte nach zuletzt zwölf Zählern aus sieben Spielen wieder Hoffnung im engen Abstiegskampf geschöpft. Doch letztendlich reichte es nicht. Klar ist, dass Schmidt (52) seinen Vertrag bis 2027 erfüllen und auch in der kommenden Saison Coach beim FCH sein wird - dann im 20. Jahr. Nach Sensationsplatz acht in der Premierensaison hatte sich der kleine Klub von der Ostalb im vergangenen Jahr in der Relegation noch gerettet.

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