Winners: Antoine Griezmann & Robert Lewandowski
Antoine Griezmann betrat am Sonntag mit der Kapitänsbinde und in Begleitung seiner vier Kinder das Spielfeld des Metropolitano und verließ es unter Tränen. Der 1:0-Sieg von Atletico Madrid gegen Girona wurde zur Anekdote.
"Mein Kopf tut weh, weil ich so viel geweint habe", gab der französische Stürmer nach der bewegenden Ehrung zu, die er bei seinem letzten Heimspiel vor seinem MLS-Wechsel zu Orlando im Sommer erhielt. Er verlässt Madrid als echte Legende der Colchoneros und mit 212 Toren als bester Atletico-Torschütze aller Zeiten.
Auch Robert Lewandowski vergoss beim Schlusspfiff des Spiels zwischen Barcelona und Real Betis, das der spanische Meister mit 3:1 (1:0) gewann, ein paar Tränen.
Der polnische Stürmer wurde vor, während und nach dem Spiel mit Ovationen bedacht und überall im Camp Nou wehten die Fahnen seines Landes. Er kam zu Barca, als der Verein in der Krise steckte, und verlässt den Verein als Legende. "Barca-Fan für einen Tag, Barca-Fan für immer", sagte der Ex-Bundesliga-Star zu der Menge, die seinen Namen skandierte.
Loser: Hearts
Seit Oktober 2025 führten die Hearts überraschend die Tabelle der schottischen Premiership an. Spitzenklub Celtic Glasgow entriss dem Team aus Edinburgh am letzten Spieltag aber doch noch den Titel, indem er sie am Samstag mit 3:1 (1:1) besiegte.
Die niederschmetternde Niederlage der Hearts wurde dadurch gekrönt, dass die Celtic-Fans das Spielfeld stürmten, noch bevor die Spieler die Möglichkeit hatten, sich zu verabschieden. Es war ein herzzerreißendes Ende für das Heart of Midlothian, das in der letzten Saison noch den siebten Platz belegte, aber 2025/26 fast die gesamte Saison über die Liga anführte, nur um im letzten Moment noch überholt zu werden.

Die Mannschaft von Derek McInnes hatte die Tabellenführung bis zum letzten Spieltag verteidigt, verlor im vierten Aufeinandertreffen der Saison aber zum schlecht möglichsten Moment erstmals gegen Celtic. Und so verlängert sich – zumindest für ein weiteres Jahr – die vier Jahrzehnte währende Dominanz von Celtic und den Rangers in Schottland.
Winner: Manchester City
Manchester City gewann am Samstagnachmittag das FA-Cup-Finale gegen Premier-League-Rivale Chelsea mit 1:0 (0:0). Das goldene Tor gelang dem ghanaischen Nationalspieler Antoine Semenyo. Mit diesem Triumph hat Manchester City den berühmten Pokal bereits achtmal gewonnen, nur Arsenal (14-mal) und Manchester United (13-mal) haben ihn noch öfter geholt.
In seinen zehn Jahren bei City hat Trainer Pep Guardiola fünf FA-Cup-Finals erreicht und den Pokal dreimal gewonnen. Nach dem Gewinn des Ligapokals im Winter hat seine Mannschaft bereits das heimische Double sicher – auch die Liga ist noch möglich.
Es wird viel darüber spekuliert, ob der katalanische Taktiker den Verein im Sommer verlassen wird. Sollte dies der Fall sein, so könnte dies sein letzter Titel in Manchester gewesen sein.
Loser: OGC Nizza
OGC Nizza kam am letzten Spieltag nicht über ein 0:0 gegen Metz hinaus und steht nun in der Abstiegs-Relegation der Ligue 1. Nach dem Coupe-de-France-Finale gegen Lens muss OGC Nizza im Duell gegen Saint-Etienne um den Klassenerhalt kämpfen.

Der Tabellen-16. musste gegen den bereits abgestiegenen Tabellenletzten gewinnen und gleichzeitig auf Ausrutscher von Auxerre und Le Havre hoffen. Beide Mannschaften gewannen jedoch auswärts in Lille und Lorient jeweils mit 2:0. Diese Situation frustrierte die Heimfans, die nach dem Schlusspfiff das Spielfeld stürmten, um gegen die schlechten Ergebnisse in dieser Saison zu protestieren.
Winner: ETO FC Györ
Nur zwei Jahre nach der Rückkehr in die höchste Spielklasse wurde Györ zum fünften Mal in seiner Geschichte ungarischer Meister. Durch einen 1:0-Sieg gegen Kisvarda am letzten Spieltag verteidigte der Klub den Ein-Punkt-Vorsprung vor Ferencvaros und beendete damit dessen siebenjährige Regentschaft in der Liga.

Györ, das 2015 aus finanziellen Gründen in die dritte Liga absteigen musste, hat ein spektakuläres Comeback in der höchsten Spielklasse hingelegt. Mit diesem bemerkenswerten Titel qualifizierte sich der Klub erstmals seit zwölf Jahren wieder für die Qualifikationsrunde der Champions League.
Loser: Alexander Ende
Alexander Ende erlebte eine Albtraumsaison in der 2. Bundesliga, nachdem er zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt den Verein gewechselt hatte. Er begann die Spielzeit bei Preußen Münster und beendete die Saison als Trainer von Fortuna Düsseldorf, konnte aber bei beiden Vereinen keine Wende herbeiführen …

Das Ergebnis war für den Trainer katastrophal: Münster beendete die Saison als Tabellenletzter, während Düsseldorf auf dem vorletzten Platz landete. Damit wird Ende nun mit einem besonders grausamen Doppelabstieg in derselben Saison in Verbindung gebracht.
Winner: Telstar
Im entscheidenden Spiel um den Klassenerhalt in der Eredivisie gegen den FC Volendam wurde Telstar beim Stand von 1:1 in der 88. Minute ein Elfmeter zugesprochen, den Torhüter Ronald Koeman jr., Sohn des aktuellen niederländischen Nationaltrainers, souverän zum 2:1-Endstand verwandelte.
Dank dieses historischen Tores sicherte sich Telstar den Klassenerhalt in der höchsten niederländischen Spielklasse. Für Volendam hingegen war die späte Niederlage ein herber Schlag, denn die Mannschaft muss nun in der Abstiegs-Relegation um ihr Überleben kämpfen.
