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Von Xavi über Zidane bis zu Van Bommel: Trainerdebüts in der Nations League

Xavi ist einer der prominentesten Trainerdebütanten in der Länderspielpause.
Xavi ist einer der prominentesten Trainerdebütanten in der Länderspielpause.REUTERS/Piroschka Van De Wouw

Am Donnerstag debütiert Jürgen Klopp als Bundestrainer. Zum Start der Nations League ist Deutschland aber nicht die einzige große Fußballnation, die ein neues Kapitel mit einem prominenten Namen auf der Bank aufschlägt – eine Übersicht über die neuen Nationaltrainer.

Xavi Hernández (Niederlande): Der Katalane, als genialer Stratege einst Welt- und Europameister, soll als neuer Bondscoach das bisher oft fruchtbare Arbeitsverhältnis von Spaniern und Niederländern um ein Kapitel erweitern. Den Grundstein legte Johan Cruyff, der in den 90er-Jahren dem FC Barcelona Ballbesitz einimpfte. "Es fängt mit unserer Philosophie in Barcelona an, wir haben viel von Rinus Michels und Johan Cruyff gelernt", sagt Xavi, der in der Johan-Cruyff-Arena in Amsterdam im Prestigeduell mit Deutschland am Donnerstag (20.45 Uhr/RTL und Flashscore-Audioreportage) sein Debüt feiert.

Zinédine Zidane (Frankreich): Bei der Équipe Tricolore kommt zusammen, was aus Sicht vieler Beobachter zusammengehört. Fünf lange Jahre ohne Trainerposten wartete Zidane geduldig. Wie Vorgänger Didier Deschamps, der zum Ende seiner 14-jährigen Amtszeit bei der WM mit Frankreich im Halbfinale ausschied, holte Zidane als Nationalspieler einst den WM- und EM-Titel. "Es ist wie im Film, aber es ist unglaublich. Es ist echt", sagte Kapitän Kylian Mbappé über Nationalheld Zidane, der am Freitag in der Türkei (20.45 Uhr/DAZN) loslegt.

Van Bommel will Belgiens Potenzial endlich heben

Roberto Mancini (Italien): Nach dem Personalchaos infolge der abermals verpassten WM fiel die Wahl letztlich auf einen alten Bekannten: Mancini, der mit Italien 2021 den EM-Titel holte, zweimal den dritten Platz in der Nations League verantwortete, seine erste Amtszeit aber geräuschvoll mit dem Wechsel nach Saudi-Arabien beendete. Der 61-Jährige soll die aufgeregte Nation besänftigen, zu deren Leid er mit der verpassten WM-Qualifikation 2022 aber auch schon beigetragen hatte. Sein Versprechen: Guter Fußball, sodass sich die Fans wieder in das Team verlieben können. Die erste Aufgabe Italiens unter dem Rückkehrer ist am Freitag (20.45 Uhr/DAZN) Belgien.

Mark van Bommel (Belgien): Wie Klopp, Xavi und Zidane wagt auch van Bommel den Umstieg vom Vereins- zum Nationalmannschaftsfußball. Beim WM-Viertelfinalisten, dessen "Goldene Generation" um Kevin De Bruyne und Romelu Lukaku in die Jahre gekommen ist, wartet auf den 49 Jahre alten Niederländer die schier ewige Aufgabe, das große Talent endlich in etwas Zählbares umzumünzen. "Belgien verfügt über herausragende Spieler und ein enormes Potenzial", versichert van Bommel, der in der Bundesliga 2021 beim VfL Wolfsburg kurzzeitig recht erfolglos arbeitete.

Jorge Jesus (Portugal): Insgesamt 14 Titel holte Jesus als Vereinstrainer allein in seinem Heimatland Portugal. Seine Landsleute warten mit der Nationalmannschaft aber nach dem EM-Triumph schon über zehn Jahre auf den nächsten ganz großen Wurf. Mit dem 41 Jahre alten Cristiano Ronaldo im Kader gibt der 72-Jährige beim Nations-League-Champion am Donnerstag (20.45 Uhr/DAZN) gegen Wales sein spätes Debüt als Nationaltrainer. Ronaldo kennt er bestens: Bei Al-Nassr feierte das Trainer-Spieler-Duo den Meistertitel in Saudi-Arabien.

Slaven Bilic (Kroatien): Die größte Heldentat der Kroaten um Luka Modric liegt nun schon über acht Jahre zurück, 2018 standen sie im WM-Finale. Nach dem diesjährigen WM-Aus im Achtelfinale sah Zlatko Dalic seine "unglaubliche Ära" am Ende. Doch Nachfolger Bilic steht nicht zwingend für einen revolutionären Neuanfang: Bereits zwischen 2006 und 2012 trainierte er Kroatien. Seine zweite Mission startet am Samstag in Tschechien (20.45 Uhr/DAZN).