2013: Gigantenduell gegen Zlatan
Nach einem 1:0-Erfolg im Hinspiel der WM-Play-offs reiste Portugal mit leichtem Vorteil zum entscheidenden Rückspiel nach Schweden. Was folgte, war ein historischer Schlagabtausch zwischen zwei Ausnahmekönnern: Ronaldo brachte die Gäste zunächst in Führung, ehe Zlatan Ibrahimović die Partie mit einem Doppelschlag drehte und Schweden wieder hoffen ließ.
Doch der damalige Star von Real Madrid antwortete postwendend. Mit zwei blitzsauberen Treffern innerhalb von nur zwei Minuten tütete Ronaldo seinen Hattrick ein und schoss Portugal im Alleingang zur Endrunde nach Brasilien.
2016: Tränen vor der Freude
Der Weg Portugals ins Finale der EURO 2016 glich einer Achterbahnfahrt: die Seleção überstand die Gruppenphase ohne einen einzigen Sieg. Im Endspiel gegen Gastgeber Frankreich in Paris bot sich die Chance auf den ersten großen Titel der Verbandsgeschichte und die späte Wiedergutmachung für das Drama der Heim-EM 2004 gegen Griechenland.
Doch das Finale begann mit einem Schock: Nach nur 25 Minuten musste ein unter Tränen aufgelöster Ronaldo verletzungsbedingt vom Feld. Fortan trieb er seine Mannschaft wie ein Besessener von der Seitenlinie aus an. In der Verlängerung erlöste Joker Eder ein ganzes Land und machte den Traum von elf Millionen Portugiesen wahr.
2018: One-Man-Show in Sochi
Frisch gebacken von drei Champions-League-Siegen in Folge mit Real Madrid ging Ronaldo in die WM 2018. Schon das Auftaktspiel gegen den Nachbarn Spanien geriet zur großen Show der Nummer 7. In Sochi eröffnete Ronaldo den Reigen per Strafstoß und legte zwei weitere Treffer nach.
Mit einem makellosen Freistoß in der Schlussphase setzte er den Schlusspunkt unter seinen Hattrick und rettete Portugal im spektakulärsten Spiel des Turniers ein 3:3-Unentschieden.
2025: Mit 40 noch jung
Drei Monate nach seinem 40. Geburtstag bewies der Kapitän einmal mehr seine Unverwüstlichkeit. Im Halbfinale der Nations League in München erzielte er den Siegtreffer gegen Deutschland.
Auch im Endspiel gegen Spanien war der Routinier zur Stelle: Mit seinem Ausgleichstreffer erzwang er die Verlängerung, ehe sich Portugal im Elfmeterschießen durchsetzte. Sechs Jahre nach der Premierenausgabe holte die Seleção erneut den Titel – maßgeblich geprägt von ihrem Alterspräsidenten.
2026: Kroatien ausgespielt
Nach einer durchwachsenen Gruppenphase traf Portugal in der K.-o.-Runde der Weltmeisterschaft in Toronto auf Kroatien. Im Wissen, dass jede Partie seine letzte auf der ganz großen Bühne sein könnte, riss Ronaldo das Spiel an sich. Ein frühes Tor wurde wegen Abseits noch aberkannt, und Kroatien ging durch Ivan Perišić in Führung.
Ronaldo blieb jedoch cool und glich per Elfmeter aus. Ein später Kopfballtreffer von Gonçalo Ramos besiegelte schließlich den dramatischen 2:1-Erfolg. Es sollte Ronaldos letzter großer Sieg mit der Nationalmannschaft werden, ehe Portugal im Achtelfinale am späteren Weltmeister Spanien scheiterte.
