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Braathen triumphiert in Sölden – Haaser katapultiert sich in Top-5

Braathen siegt in Sölden
Braathen siegt in SöldenLottermoser/SPP / Shutterstock Editorial / Profimedia

Lucas Pinheiro Braathen setzt seine Siegesserie fort und gewinnt den Riesentorlauf-Auftakt in Sölden vor Loic Meillard und Marco Odermatt. Für das österreichische Highlight sorgt Raphael Haaser, der mit Laufbestzeit von Rang 20 auf Platz fünf stürmt. Stefan Brennsteiner fällt hingegen vom dritten auf den elften Rang zurück.

Lucas Pinheiro Braathen bleibt im Riesentorlauf das Maß aller Dinge. Der für Brasilien startende Norweger gewann am Sonntag den Weltcup-Auftakt in Sölden und feierte damit seinen dritten Riesentorlauf-Sieg in Folge. Bereits die letzten beiden Rennen der vergangenen Saison hatte der 26-Jährige für sich entschieden.

Mit 0,48 Sekunden Vorsprung verwies der Olympiasieger den Schweizer Loic Meillard auf Rang zwei. Dessen Landsmann Marco Odermatt komplettierte bei seinem 200. Weltcup-Start das Podest. Dem Vorjahressieger fehlte lediglich eine Hundertstelsekunde auf Meillard.

Aus österreichischer Sicht sorgte Raphael Haaser für die Überraschung. Der Tiroler verbesserte sich im zweiten Durchgang mit Laufbestzeit gleich um 15 Positionen und belegte den fünften Platz.

Haaser begeistert mit Aufholjagd: „Habe probiert, von oben zu attackieren“

Nach dem ersten Durchgang hatte für Raphael Haaser noch wenig auf ein Spitzenergebnis hingedeutet. Der 29-jährige Weltmeister von Saalbach lag zur Halbzeit lediglich auf Rang 20. In der Entscheidung zeigte er jedoch eine völlig andere Leistung.

Mit einer offensiven Fahrt stellte Haaser die Bestzeit des zweiten Durchgangs auf und arbeitete sich bis auf Platz fünf nach vorne. Auf das Podest fehlten ihm am Ende nur 0,37 Sekunden. „Ich glaube, die eine oder andere Laufbestzeit ist mir schon gelungen. Aber gut wäre, wenn es mal in zwei Läufen so hinhauen würde“, erklärte Haaser anschließend im ORF-Interview.

Neben Haaser schaffte mit Patrick Feurstein ein weiterer Österreicher den Sprung in die Top Ten. Der Vorarlberger belegte mit 1,11 Sekunden Rückstand Rang zehn. Joshua Sturm wurde 17.

 

 

Brennsteiner ratlos, Schwarz nach vier Toren out

Während Haaser im zweiten Durchgang groß aufzeigte, verlief die Entscheidung für Stefan Brennsteiner enttäuschend. Der Salzburger war als Dritter noch mitten im Kampf um die Podestplätze gelegen, fiel nach einer fehlerhaften Fahrt jedoch auf Rang elf zurück.

„Normalerweise spüre ich immer ganz gut, was los ist. Jetzt nicht. Ich habe mich eigentlich echt nicht so schlecht gefühlt“, zeigte sich der 35-Jährige ratlos. Brennsteiner vermutete, dass Änderungen an der Materialabstimmung eine Rolle gespielt haben könnten. „Vielleicht habe ich dann bisschen was im Steilen eingebüßt. Muss man sich genau anschauen.“

Noch kürzer dauerte der Saisonauftakt für Marco Schwarz. Der Kärntner, im Vorjahr in Sölden noch Zweiter, schied bereits nach vier Toren im ersten Durchgang aus. Er verlor die Linie und verpasste das nächste Tor, konnte aber einen Sturz vermeiden.

Gratz zeigt auf

Für ein Ausrufezeichen sorgte der Deutsche Fabian Gratz mit Platz sechs (+0,95). Basis für die hervorragende Platzierung war vor allem ein starker erster Lauf des 29-Jährigen. Seine Teamkollegen Anton Grammel als 15. (+1,54) und Alexander Schmid als 21. (+1,78) können mit ihrem Saisonauftakt ebenfalls zufrieden sein.

Braathen jubelt über perfekten Saisonstart

Für Lucas Pinheiro Braathen war es bereits der neunte Weltcupsieg seiner Karriere, der fünfte im Riesentorlauf. In Sölden stand der 26-Jährige zum zweiten Mal ganz oben auf dem Podest. Bereits 2020 hatte er auf dem Rettenbachferner seinen ersten Weltcupsieg gefeiert.

„Ich bin wirklich stolz, dass ich die neue Saison mit diesem Skifahren beginnen kann. Ich bin so dankbar für alle, die mir geholfen haben, dass es heute so ein super Fest geworden ist“, freute sich der Sieger.

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