Kylian Mbappé schnürt den Doppelpack und beschert Real Madrid einen wichtigen 2:1-Erfolg gegen den Erzrivalen FC Barcelona. Nachdem ein von Gerard Martín geklärter Ball unglücklich an Mbappé prallte und zur Führung im Netz landete, glich Raphinha nach einer feinen Vorarbeit von Pedri für die Katalanen aus. Den Schlusspunkt setzte jedoch erneut Mbappé: Nach einer brillanten Kombination über Jude Bellingham und Eduardo Camavinga erzielte der Franzose den späten Siegtreffer.
Jose Mourinhos taktischer Matchplan ging voll auf: sein Team unterband die Offensivpower der Katalanen effektiv und setzte über schnelle Konter immer wieder Nadelstiche. Der überragende Bellingham glänzte als Taktgeber im Mittelfeld. Durch diesen Auswärtssieg schrumpft der Vorsprung von Spitzenreiter Barcelona auf Real Madrid auf drei Punkte.

Barcelona begann gewohnt dominant mit hohem Pressing über Raphinha und Lamine Yamal. Die erste große Gelegenheit hatten jedoch die Gäste: Arda Güler nutzte einen Ballverlust von Pedri, setzte seinen Abschluss allerdings zu hoch an. Auf der Gegenseite gab Anthony Gordon den ersten Warnschuss ab, den Andriy Lunin im Realkasten jedoch mühelos entschärfte.
Marc Cucurella, von den Rängen bei jedem Ballkontakt ausgepfiffen, unterbrach kurz darauf einen aussichtsreichen Barça-Angriff gegen Fermín López per Foulspiel – die Gelbe Karte blieb zur Entrüstung des Publikums stecken.
Raphinha und Arda Güler prägen die Anfangsphase
Nachdem Gordon mit einem Schlenzer erneut am aufmerksamen Lunin gescheitert war, übernahm Real die Initiative. Über Cucurella und Mbappé kombinierten sich die Madrilenen nach vorne, doch Joan García parierte den Flachschuss von Güler.
Auf der Gegenseite scheiterte Raphinha nach starker Vorarbeit von Pedri knapp, ehe der LaLiga-Topscorer nach einem von Antony initiierten Konter den Ball am Gehäuse vorbeisetzte. Madrid blieb unbeeindruckt: Güler zwang García erneut zu einer Parade, und Dean Huijsen köpfte eine präzise Flanke des bärenstarken Bellingham über das Tor. Bellingham verzauberte das Mittelfeld weiter und bediente wenig später Mbappé mit einem Schnittstellenpass, den García gerade noch abfangen konnte.
In der 29. Minute folgte der erste Dämpfer für Barça: Xavi Espart musste nach einem Zweikampf mit Aurélien Tchouaméni angeschlagen vom Feld und wurde durch Alejandro Balde ersetzt.
Mbappé trifft mit Glück zur Führung
Mourinhos Taktik trug kurz vor der Pause Früchte. Bernardo Silva verlagerte das Spiel auf Cucurella, der Ousmane Diomandé auf dem Flügel bediente. Dessen Hereingabe wollte Gerard Martín klären, schoss dabei jedoch Mbappé an. Von dessen Körper sprang der Ball unhaltbar zum 0:1 ins Tor.
Barcelona drängte postwendend auf den Ausgleich: Yamal verfehlte das kurze Eck knapp, und ein Flachschuss von Rodri war leichte Beute für Lunin. Doch Madrid blieb im Umschaltspiel brandgefährlich: Erst traf Mbappé nach Bellingham-Pass den Pfosten (später auf Abseits entschieden), dann setzte Diomandé den Ball ans Außennetz.
Barça gleicht aus – Spiel wird intensiver
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Barça den Druck. Yamal scheiterte noch an Huijsen, ehe Bellingham auf der Gegenseite mit einem Solo gegen Pau Cubarsí einen Konter einleitete, den Martín in letzter Sekunde unterbinden konnte.
Die Defensive der Madrilenen verteidigte extrem diszipliniert: Tchouaméni trennte Raphinha im Strafraum sauber vom Ball, Bellingham wiederholte das Kunststück wenig später gegen Pedri. Kurz darauf schreckte das Stadion auf, als Diomandé nach einem Zweikampf mit João Cancelo liegen blieb. Der Ivorer konnte nach Behandlung mit einer Verletzung an der Wade jedoch weiterspielen.
In der 65. Minute belohnte sich Barça für den Aufwand: Nach einer Ecke täuschte Pedri an der Strafraumkante einen Schuss an und bediente den freistehenden Raphinha. Der Brasilianer schob kaltschnäuzig ein und glich zum 1:1 aus.
Dramatische Schlussphase und Mbappés Jubiläum
Der Ausgleich gab den Katalanen Aufwind. Gerard Martín zwang Lunin nach einer Raphinha-Ecke per Kopfball zu einer Glanzparade. Beide Trainer wechselten frische Kräfte ein: Flick brachte Frenkie de Jong, Karim Adeyemi und Gabriel Jesus; Mourinho reagierte mit Denzel Dumfries und Eduardo Camavinga.
Als alles auf ein Unentschieden hindeutete, schlug Real Madrid in der 87. Minute eiskalt zu. Bellingham setzte sich im Dribbling durch und bediente Camavinga. Der Franzose drang in den Sechzehner ein und legte quer auf Mbappé, der zum 1:2-Endstand vollendete – gleichzeitig sein 100. Treffer im Trikot der Königlichen.
In der Nachspielzeit wechselte Mourinho mit Trent Alexander-Arnold und Carlos Espí noch einmal zeitspielend aus und brachte den knappen Vorsprung über die Ziellinie.
Zum Match-Center: FC Barcelona vs. Real Madrid
