Auch seinen Ex-Klub Borussia Dortmund hat "Fülle" bereits mächtig geärgert. Füllkrug erzielte vor zweieinhalb Wochen in der Nachspielzeit das 2:2 im Signal Iduna Park - und ließ danach vier weitere Ligatreffer folgen. Nun hat er mit selbstbewussten Hanseaten große Lust auf die nächste Torshow in Westfalen im Zweitrundenduell am Dienstagabend (20.45 Uhr/ZDF und Sky).
Match-Center: Borussia Dortmund vs. Werder Bremen
Füllkrug in Topform: "Wir wollen entertainen"
"Unser Spielstil ist offensiv, wir wollen entertainen. Das ist auch der Auftrag des Trainers, der es liebt, offensiven Fußball zu spielen", sagte Füllkrug am Samstag im ZDF-Sportstudio, wo er an der legendären Torwand dreimal traf. Und eine mentale Leichtigkeit offenbarte, die ihm mit 33 Jahren besondere Leistungen ermöglicht und zu einem ernsthaften Kandidaten für Bundestrainer Jürgen Klopp macht.

"Ich habe 0,0 Bedürfnis, irgendjemand Außenstehenden irgendwas beweisen zu wollen", sagte "Lücke", der Werder zu einem überraschend starken Saisonstart führte und auch am Dienstag wieder vorangehen will. Womöglich aber in einer angepassten Rolle. Es gelte sowohl bei Mitchell Weiser als auch Füllkrug "Chance und Risiko" abzuwägen, sagte Trainer Daniel Thioune. Womöglich kommen die Routiniers erst als Joker von der Bank zum Einsatz, um nicht überlastet zu werden.
BVB muss vor dem Bayern-Klassiker abwägen
Auch Niko Kovac muss angesichts des am Samstag folgenden Klassikers beim FC Bayern genau abwägen, ob er rotiert. Gegen eine "starke Bremer Mannschaft" gelte es auf jeden Fall im Hier und Jetzt zu sein, betonte Geschäftsführer Lars Ricken. "Wir haben gerade nach dem letzten Spiel eine besonders große Motivation", sagte Torhüter Gregor Kobel: "Ich liebe es, im Pokal zu spielen, ein richtig geiler Wettbewerb. Es ist an der Zeit, dass wir da auch mal wieder ein bisschen tief reingehen."
Gegen Werder lief es im Pokal für den BVB zuletzt alles andere als rund. Die jüngsten drei Duelle in dem Wettbewerb gingen allesamt an die Bremer, die den Bundesligazweiten erneut ernsthaft herausfordern wollen. Zwar gehöre ein Auswärtsspiel in Dortmund mit zu den schwerstmöglichen Aufgaben, sagte Thioune: "Aber vielleicht können wir ihre Party crashen."
