"Dieser Fall ist ein beinahe beispielloser Exzess, bei dem sich eine Standardbehandlung durch die Sportgerichte verbietet", sagte Thomas Bergmann, DFB-Vizepräsident für Rechtsangelegenheiten: "Die riesige Zahl gezündeter pyrotechnischer Gegenstände und vor allem der Abschuss von Raketen in Richtung anderer Zuschauer sind inakzeptabel. Hier sind Grenzen deutlich überschritten, Verständnis und Nachsicht nicht länger angebracht." Der Fanausschluss auf Bewährung sei "eine unmissverständliche, eine letzte Warnung".
Das von massiven Ausschreitungen überschattete Südwest-Derby hatte Kaiserslautern 1:0 nach Verlängerung beim benachbarten Drittligisten gewonnen. 35 Polizisten wurden leicht verletzt. Auch 85 Fans mussten medizinisch betreut werden, acht von ihnen kamen in ein Krankenhaus. Es gab mehrere Festnahmen. 1400 Polizisten waren im Einsatz, die Partie war zwischenzeitlich über eine halbe Stunde unterbrochen.
"Den Weg entschlossen weitergehen"
Es sei "anzuerkennen, dass sich der 1. FC Kaiserslautern klar von den Vorfällen distanziert und konkrete Schritte zur Aufklärung und Täterermittlung eingeleitet hat", sagte Bergmann: "Diesen Weg muss der Klub nun entschlossen weitergehen und gemeinsam mit seinen Fans alles dafür tun, vergleichbare Exzesse – und genauso andere Vorfälle – künftig zu verhindern."
Waldhof Mannheim war nach den massiven Ausschreitungen bereits zuvor zu einem Zuschauer-Teilausschluss sowie einer Geldstrafe verurteilt worden.
